Münchner Architektur

Gaststätte Emmeramsmühle

Name Gaststätte Emmeramsmühle
Stadtbezirk 13. Bogenhausen
Stadtbezirksteil Oberföhring
Straße Sankt Emmeram 41
Kategorie Landwirtschaft & Versorgung
Gaststätte
Baustil Keine Kategorie
Unterkategorie Gaststätte  
Suchbegriffe Emmeramsmühle 

Plan

Gaststätte Emmeramsmühle – Sankt Emmeram –
Gaststätte Emmeramsmühle Sankt Emmeram
Bildrechte:

Beschreibung

Gaststätte Emmeramsmühle, im Kern 19. Jh.

Emmerams

Das Anwesen dieser alten Münchner Ausflugsgaststätte unterhalb Oberföhring am Isarhang liegt an der Römerstraße, die vor zweitausend Jahren Augsburg mit den Salzstätten im Salzkammergut verband. In unmittelbarer Nähe befand sich bis zum Jahre 1158 jene von Heinrich dem Löwen zerstörte Brücke über die Isar – Anlaß der Gründung Münchens.

Als „Mühle beim heiligen Emmeram“ wird der Grundstock des Bauwerkes, das heute die gleichnamige Bierwirtschaft in Sankt Emmeram beherbergt, bereits im 14. Jahrhundert erwähnt. Die erste Gastronomiekonzessionierung stammt aus dem Jahre 1825. Freilich war damals und über die nächsten 50 Jahre hinweg nur ein winziges Zimmer der Mühle zur Gästebewirtung freigegeben. 1866 entstand das Anwesen in seiner heutigen Gestalt. Es wurde weiter vorwiegend als Mühlenbetrieb genutzt. Brotzeiten und Bier durften nur an wartende Mühlenkunden abgegeben werden. Ein richtiger Wirtshausbetrieb entfaltete sich erst ab 1885, durch den Erlaß einer Bewilligung für Bierausschank und den Verkauf von Speisen.

Offen hielt die Sankt Emmerams Mühle freilich nur im Sommer, da im Winter sich kein Münchner so weit nach Norden wagte. Ab 1890 kam die große Zeit der Gaststätte, die plötzlich Mode wurde. Viele Schwabinger Künstlergesellschaften ließen sich vom Fährmann über die Isar setzen, um im Emmeramsbiergarten zu feiern und zu zechen. Erst nach dem Ersten Weltkrieg wurde der Mühlenbetrieb ganz eingestellt, und das gesamte Anwesen als Wirtshaus genutzt.

Quelle: Infotafel am Gebäude