Name Heilig Geist
Straße Kirchplatz 23
Kategorie Keine Kategorie
Baustil Keine Kategorie
Suchbegriffe Heilig Geist Pullach 
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Bemerkung

Pullach

Beschreibung

<p> <strong>Heilig Geist</strong> Um 790/800 urkundlich erwähnt in Zusammenhang mit Stephanus-Kirch-lein des Klosters Schäftlarn (gegründet 762); bei Landesteilung 1310 von Bayern-ln-golstadtan Bayern-München, in Konradinischer Matrikel (1315) aufgeführt. Nachweis des Heilig-Geist-Patroziniums in Freisinger Urkunden von 1469 und 1472; Kirchenneubau um 1500. Filiale der Pfarrei Sendung, 1874 Erhebung zu Pfarrei Solln-Pullach, zu eigener Pfarrei Pullach 1923. (Errichtungeiner neuen Pfarrkirche &gt;Heilig Geist&lt;, Parkstraße 13, nach Plänen von C. W. Buchner 1955-56).</p> <p> <strong>Beschreibung: </strong>Integration des (romanischen?) Turmunterbaus (bei leichter Achsendrehung) in dem spätgotischen Neubau eingeschoben: nach irregulärem Vorjoch neben Turm zweijochiges Langhaus, mit 5/8-Chorraum zu räumlicher Einheit verbunden (wohl Einfluss der Frauenkirche); kräftige Wandpfeiler, auf Kragsteinen aufruhendes rautenförmiges Netzrippengewölbe. Im 17. u. 18. Jh. barock umgestaltet (Zwiebelhaube auf gotischem Turmspitzhelm), gegen Ende 19. Jh. regotisiert, Renovierung 1978-79.</p> <p> <strong>Ausstattung:</strong> In die drei neugotischen Altäre z. T. sehr gute spätgotische Plastiken und Tafelmalereien eingefügt (durch G. v. Seidl; Herkunft unbekannt): Hocha/farmit &gt;Pfingstwunder&lt; im Schrein (Plastiken um 1500, Grasser oder Werkstatt), auf den Flügeln Gemälde um 1500 (nicht zum Schrein gehörend): Margareta (?) und Laurentius (links), Barbara und Stephanus (rechts); im Gesprenge Kreuzigung Christi mit Maria und Johannes (vermutlich älter als Schreinfiguren); Predella (&gt;Schweißtuch derVeronika&lt;) um 1500. Im Chorbereich links spätgotisches Sakramentshaus mit Anklängen an Renaissanceformen. - Linker Seitenaltar. im Schrein &gt;KrönungMariens&lt;, in Predella &gt;BeweinungChristi&lt; (beide Anfang 16. Jh.); im Gesprenge die Hll. Veit und Stephanus (Letzterer dem Meister von Rabenden, 1515/20, zugeschrieben). - Rechter Seitenaltar. &gt;Salvator mundi&lt; (Plastik um 1400, wohl etwas später: noch sog. Weicher Stil). - Im Langhaus links: Kruzifix (16. Jh., Übergang zur Renaissance) und &gt;Materdolorosa&lt; (17. Jh.); rechts: ehemaliger Altarflügel mit Martyrium des Hl. Veit und Hl. Stephanus (verm. Polack-Werkstatt um 1489). Einige gute spätgotische und barocke Einzelplastiken; ein &gt;Gnadenstuhl&lt; (um 1500, Grasser nahe stehend) und Sitzende Muttergottes (Anfang 16. Jh.) heute in neuer Pfarrkirche.</p>