| Name | NS-Dokumentationszentrum |
| Stadtbezirk | 3. Maxvorstadt |
| Stadtbezirksteil | Königsplatz |
| Straße | Max-Mannheimer-Platz 1 |
| Jahr Baubeginn | 2012 |
| Jahr Fertigstellung | 2015 |
| Kategorie |
Bildung & Wissenschaft Museum |
| Baustil | Keine Kategorie |
| Unterkategorie | Museum |
| Suchbegriffe | NS-Dokumentationszentrum Nationalsozialismus |
Bildrechte: © Gerhard Willhalm, NS-Dokumentationszentrum, CC BY-NC 4.0
Bemerkung
Das NS-Dokumentationszentrum München ist ein Erinnerungs- und Lernort zur Geschichte des Nationalsozialismus. Es dokumentiert den Aufstieg der NSDAP, die Rolle Münchens als „Hauptstadt der Bewegung“ und die Verbrechen der nationalsozialistischen Diktatur.
Nach dem Ersten Weltkrieg entwickelte sich München zu einem Zentrum nationalistischer, völkischer und antisemitischer Bewegungen. 1920 entstand hier die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei (NSDAP). Während der NS-Herrschaft von 1933 bis 1945 wurde München zu einem bedeutenden Zentrum der nationalsozialistischen Parteiorganisation. Am heutigen Standort des Dokumentationszentrums befand sich das sogenannte Braune Haus, die Parteizentrale der NSDAP. Rund um den Königsplatz entstanden weitere repräsentative Gebäude des Regimes.
Nach 1945 wurde die nationalsozialistische Vergangenheit der Stadt zunächst nur zögerlich aufgearbeitet. Bürgerinitiativen und Historiker setzten sich später verstärkt für einen zentralen Erinnerungsort ein. 2001/2002 beschloss der Münchner Stadtrat den Bau des Dokumentationszentrums. Am 1. Mai 2015 wurde es eröffnet.
Die Dauerausstellung „München und der Nationalsozialismus“ vermittelt anhand von Fotografien, Dokumenten, Filmen und digitalen Medien die Entstehung der NS-Bewegung, ihre Herrschaft, die Verfolgung ihrer Opfer und die Folgen der Diktatur.
Das Zentrum verbindet historische Forschung, Erinnerungskultur und politische Bildung. Es regt zur Auseinandersetzung mit Antisemitismus, Rassismus und Ausgrenzung an und verdeutlicht die Bedeutung einer kritischen Erinnerung an die nationalsozialistische Vergangenheit für die demokratische Gesellschaft.