Alter Südlicher Friedhof

Name Alter Südlicher Friedhof
Straße Thalkirchner Straße 17
Öffnungszeiten

Oktober bis Februar 8:00 - 17:00
März, September 8:00 - 18:00
April bis August 8:00 - 19:00

Der Friedhof ist während der Sommerzeit eine Stunde länger geöffnet.

Chronik & Geschichte

1563

Einweihung des Südfriedhofes vor den Toren der Stadt

Der äußere Friedhof („fetteren Freythof"), der Alte Südfriedhof in München wird als Pestfriedhof vor den Toren der Stadt auf Veranlassung von Herzog Albrecht V. angelegt. Eingeweiht wird er durch den Freisinger Weihbischof Oswald Fischer. Die Überfüllung der Kirchenfriedhöfe innerhalb der Stadtmauern erforderte den Bau des neuen Friedhofs außerhalb der Stadtmauern an der alten Ausfallstraße nach Thalkirchen. Neben den Pestopfern werden hier vornehmlich arme Personen, gesellschaftliche Außenseiter und Selbstmörder bestattet. Protestanten bleibt auch auf diesem Friedhof eine Beisetzung untersagt.

1576

​Bau der Salvatorkapelle

Bau der von Herzog Albrecht V. gestifteten Salvatorkapelle, einem Vorgängerbau der heutigen Stephanskirche, auf dem Gelände des Südlichen Friedhofs.

1580

Erste Erweiterung des Südlichen Friedhofs nach Norden

1588

Bau des Mesnerhauses am Südlichen Friedhof

und Einstellung eines Mesners, der für die Beerdigungen Sorge zu tragen hat.

1592

Errichtung der Lateinische Kapelle (Kreuzkapelle)

1592

Auf einem eingezäunten Gelände des Südlichen Friedhofs wird durch den Herzog die sogenannte Lateinische Kapelle (Kreuzkapelle) für die Jesuiten errichtet.

1614

Erweiterung des Südlichen Friedhofs nach Süden

1634

Auf dem südlichen Friedhof werden 15.000 Pestopfer in Massengräbern bestattet

An der Stelle der Gräber ließ die Stadt ein großes Kreuz mit einem Christusbild des Malers Mathes Zächerl aufstellen.

1638

Die Salvatorkapelle, das Mesnerhaus, der Tötenkerker (Beinhaus) sowie die Friedhofsmauer abgerissen.

Um Feinden während des Dreißigjährigen Krieges (1618 - 1648) jegliche Möglichkeit zu nehmen, sich zu verschanzen, werden die Salvatorkapelle, das Mesnerhaus, der Tötenkerker (Beinhaus) sowie die Friedhofsmauer abgerissen.

1662

Auf dem Südlichen Friedhof wird das Mesnerhaus neu erbaut

1674

Auf dem Südlichen Friedhof entsteht die von Georg Zwerger erbaute Stephanskirche.

1706

Die Opfer der Sendlinger Mordweihnacht werden in Massengräbern beerdigt

Auf dem Friedhof wurden 1705/06 in mehreren Massengräbern 682 Leichen von Opfern der Sendlinger Mordweihnacht begraben

1774

Friedhof des Elisabethinnenkloster (vor dem Sendlinger Tor - Krankenhaus)

Ein Großteil der Bestattungen auf den Südlichen Friedhof verlagert

Mit zunehmender Überfüllung der Friedhöfe der Kreuzkirche, der Salvatorkirche und des Franziskanerklosters wird ein Großteil der Bestattungen auf den Südlichen Friedhof verlagert.

1782

Neben dem Südlichen Friedhof wird ein protestantischer Friedhof angelegt

1789

Der Südliche Friedhof wird als Zentralfriedhof der Stadt eingeweiht

Notwendige Baumaßnahmen ermöglichen die Freigabe des Friedhofs jedoch erst am 26. Juni 1789. Bestehende Grüften und Friedhöfe innerhalb der Stadtmauern werden aufgehoben und die sterblichen Überreste in Massengräbern auf dem neuen Zentralfriedhof beigesetzt.

1791

Der Totenkerker auf dem Südlichen Friedhof wird zu einem der ersten Leichenschauhäuser weltweit umgebaut

1803

Die Friedhöfe der Klöster in der Stadt werden aufgehoben

Im Zuge der Säkularisation werden die Friedhöfe der Klöster der Stadt aufgehoben und die Verstorbenen auf den Südlichen Friedhof verlegt.

1811

Der Militärfriedhof wird Teil des Südlichen Friedhofs

1815

Umgestaltung Alter Südfriedhof

Der Kreisbauinspektor und Baurat Gustav Vorherrr wird mit der Umgestaltung des Friedhofsgeländes beauftragt. Die gärtnerische Gestaktung erfolgt durch Ludwig Sckell.

1818

Der Südliche Friedhof zum konfessionsunabhängigen Bestattungsort

Mit der neuen bayerischen Verfassung kommt es zu einer formellen Gleichstellung von Katholiken und Protestanten. Dadurch wird der Südliche Friedhof zum konfessionsunabhängigen Bestattungsort. Die Stadt München, Gehälter kommunale Selbstverwaltung wieder zuständig für das Bestattungswesen übertragen, für das bislang die Kirche unter königlicher Aufsicht zuständig war.

Vergrößerung des Südlichen Friedhofs

Vergrößerung und Umbau des Leichenschauhaus auf dem Südlichen Friedhof sowie Vollendung der Friedhofsmauer.

Erweiterung des Alten Südfriedhofes

Das Friedhofsgelände wird noch die Pläne von Gustav Vorher erweitert und erhält den Grundriss  eines Sarkophags

1825

Signalvorrichtungen für den Fall des Wiedererwachens wurden in bayerischen Gemeinden verpflichtend

1831

Mahnmal für die Opfer der Sendlinger Mordweihnacht

Geschichtsbild
1836

​Eine Choleraepidemie, läßt den Südlichen Friedhof an die Grenzen seiner Aufnahmekapazität gelangen.

Der Friedhof umfasst zu jener Zeit rund 20.000 Grabstätten.

1840

Der Architekt Friedrich von Gärtner wird mit der Erweiterung des südlichen Friedhofs beauftragt.

1842

Der Alte Südfriedhof wird nach Plänen von Friedrich von Gärtner erweitert

1847

Der Architekt Gustav Vorherr wird beigesetzt

Der Architekt Gustav Vorherr (1778 bis 1847), nach dessen Plänen der Südliche Friedhof eine sarkophagähnliche Gestalte erhielt, wird beigesetzt

1850

Umbettung von Friedrich von Gärtner und Ludwig von Schwanthaler

Der bereits 1847 verstorbene Friedrich von Gärtner(1792 - 1847) wird als Erster in den nach seinen Plänen entstandenen Arkaden des Campo Santo beigesetzt. Ebenso wird der 1848 verstorbene Künstler Ludwig von Schwanthaler (1802 - 1848) in eine Gruft der Arkaden umgebettet.

Katholische Einweihung des Campo Santo durch Erzbischof Graf von Reisach

Protestantische Einweihung des Campo Santo durch Dekan Carl von Burger

1884

Der Münchner Architekt Leo von Klenze erhält in den Arkaden des Campo Santo seine letzte Ruhestätte

1898

Die Anzahl der Bestattungen auf dem Südlichen Friedhof werden reduziert

1898

Beschluss des Magistrats, die Anzahl der Bestattungen auf dem Südlichen Friedhof wegen der Übersättigung des Bodens bis 1923 zu reduzieren.

Entfernung der Signaleinrichtungen

Die Münchner Furcht vor dem Scheintod erwies sich als unbegründet, da die Signalvorrichtungen nie genutzt wurden. Daher wurden sie wieder abgebaut.

1907

Die Vergabe von Familiengräbern auf dem Südlichen Friedhof wird eingestellt

1922

Das ehemalige Wirtschaftsgebäude des Südlichen Friedhofs wird zum Sitz der Städtischen Friedhofsverwaltung umfunktioniert

1932

An der Südseite der Stephanskirche wird ein Kriegerdenkmal des Bildhauers Karl Romeis aufgestellt

1943

Die Schließung des Südlichen Friedhofs wird verfügt

Bei einem Luftangnff werden der überwiegende Teil der Arkaden sowie die Verwaltungsgebäude des Südlichen Friedhofs zerstört

Zum Jahresende wird der Alte Südliche Friedhof offiziell geschlossen

1944

Der Bestattungsbetrieb wird am Alten Südfriedhof eingestellt

1953

Der Architekt Hans Döllgast beginnt mit dem Wiederaufbau des Südlichen Friedhofs

Neugestaltung des Bogenhausener Friedhof

Der Südliche Friedhof wird nach Aufraumarbeiten der Öffentlichkeit wieder zugänglich gemacht

1954

Restaurierung im Alten Südlichen Friedhof

Restaurierung der Aussegnungshalle und der Arkaden im alten und neuen Teil des Südlichen Friedhofs durch Hans Dollgast

1962

Der Südliche Friedhof wird als historischer Friedhof wahrgenommen

Hinweistafeln geben Auskunft über den Grundriß des Friedhofs und die Lage der Graber berühmter Persönlichkeiten

1973

Der Südliche Friedhof wird unter Denkmalschutz gestellt

1989

Der Alte Südliche Friedhof wird als Landschaftsbestandteil unter Schutz gestellt

Der Alte Südliche Friedhof wird nach dem Bayerischen Naturschutzgesetz als Landschaftsbestandteil unter Schutz gestellt.

2003

Kunsthistorische Inventarisierung von 5.000 Grabmälern des Alten Südlichen Friedhofs

2004

Der Alte Südliche Friedhof wird teilweise gesperrt, um eine Sicherung der Grabdenkmäler zu gewährleisten

 

 

​Sanierung der St.-Stephans-Kirche auf dem Alten Südlichen Friedhof

Der alte Südfriedhof wird gesperrt

Wegen erheblichen Problemen bei der Standsicherheit bei 870 Grabdenkmälern wurden Sicherungsmaßnahmen bis Oktober 2005 durchgeführt.

2009

Errichtung eines Lapidariums im Alten Südfriedhof

Geschichtsbild

In der ehemaligen Aussegnungshalle des Alten Südlichen Friedhofs wird ein Lapidarium mit wertvolle Skulpturen. Bronzetafeln und Büsten aus den Bestanden eingerichtet.

2013

Der Alte Südliche Friedhof wird 450 Jahre alt

2014

Der Kunstband

Der Alte Südliche Friedhof in München

Literatur

ISBN 3422072276
ISBN 3422072276
ISBN 01000000010
ISBN 01000000010
ISBN 9783981319064
ISBN 9783981319064
ISBN 398114256X
ISBN 398114256X
ISBN 3937090347
ISBN 3937090347
ISBN B0000BRP1E
ISBN B0000BRP1E
ISBN Z000000198
ISBN Z000000198
ISBN 386906689X
ISBN 386906689X
ISBN 00130031
ISBN 00130031

Orientierung & Grablage