Väterchen Timofej
| geboren | 22.1.1894 (Bagajewskaja am Don) |
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| gestorben | 13.1.2004 (München) |
| Berufsgruppe | Banken (Wirtschaft) |
| Beruf | Geistlicher |
| Suchbegriffe | Väterchen Timofei Timofei |
| Personenverzeichnis | Väterchen Timofej |
| Friedhof | Westfriedhof |
| Lage | 196-2-045 |
| Wikipedia | Timofei_Wassiljewitsch_Prochorow |
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Väterchen Timofej wurde 110 Jahre alt. |
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Timofei Wassiljewitsch Prochorow, bekannt als „Väterchen Timofei“, war ein russischer Eremit und eine ungewöhnliche Persönlichkeit der Münchner Stadtgeschichte. Er wurde im Russischen Kaiserreich geboren und verbrachte einen großen Teil seines Lebens auf der Flucht und als Wanderer. Nach dem Zweiten Weltkrieg gelangte er schließlich nach Deutschland und kam 1952 gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin Natascha nach München.
Auf dem Oberwiesenfeld, einem ehemaligen Trümmergelände, errichtete Prochorow aus den vorhandenen Materialien zunächst eine einfache Unterkunft. Später entstanden dort eine kleine Kirche, eine Kapelle und ein Garten. Die Anlage entwickelte sich zur Ost-West-Friedenskirche und wurde zu einem bekannten Ort in München. Prochorow empfing Besucher, erzählte aus seinem bewegten Leben und setzte sich für Frieden und Völkerverständigung ein.
Im Vorfeld der Olympischen Spiele 1972 sollte die Anlage dem Ausbau des Olympiageländes weichen. Durch Proteste und die Unterstützung zahlreicher Münchner konnte die Ost-West-Friedenskirche jedoch erhalten werden. Prochorow heiratete Natascha 1972; sie starb 1977. Er selbst lebte bis zu seinem Tod 2004 in München. Sein Grab befindet sich auf dem Westfriedhof. Das erhaltene Wohnhaus auf dem Gelände steht inzwischen unter Denkmalschutz und erinnert an eine außergewöhnliche Münchner Lebensgeschichte.
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