Stadtportal zur Münchner Stadtgeschichte
| geboren | 02.12.1907 (Groß-Hochschütz) |
| gestorben | 16.03.1994 |
| Berufsgruppe | Maler (Kunst und Kultur) |
| Beruf | Maler |
| Personenverzeichnis | Fernez Albert |
| Friedhof | Waldfriedhof - Alter Teil |
| Lage | 87-2-010 |
| Wikipedia | Albert_Ferenz |
| Albert Ferenz wurde 87 Jahre alt. |
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Albert Ferenz (1907–1994) war ein aus Oberschlesien stammender Maler, Grafiker und Restaurator, der nach dem Zweiten Weltkrieg vor allem in München wirkte. Er wurde am 2. Dezember 1907 in Groß Hoschütz bei Troppau (heute Velké Hoštice in Tschechien) geboren und starb am 16. März 1994 in München. Sein künstlerisches Werk umfasst Gemälde, Aquarelle, Grafiken, Lithografien sowie Arbeiten in der Fresken- und Denkmalrestaurierung. Nach einer Ausbildung im Dekorationsmalerhandwerk studierte Ferenz an der Kunstgewerbeschule Breslau sowie an der Akademie der bildenden Künste in Wien. Dort erhielt er Unterricht in Malerei, Radiertechnik und Restaurierung. In den Jahren vor dem Zweiten Weltkrieg arbeitete er als freischaffender Künstler in Troppau und führte bedeutende Restaurierungsarbeiten an historischen Fresken und Kirchen aus. Während des Krieges wurde Ferenz zum Militärdienst eingezogen und geriet in sowjetische Kriegsgefangenschaft. Nach seiner Rückkehr arbeitete er zunächst in Österreich, bevor er 1952 nach München übersiedelte. Dort entwickelte er sich zu einer prägenden Persönlichkeit des Münchner Kunstlebens und gründete 1958 die Künstlervereinigung „Die Unabhängigen“. Seine Werke verbinden gegenständliche Darstellung mit Einflüssen des Impressionismus, Expressionismus und konstruktiver Formensprache, ohne sich einer bestimmten Stilrichtung vollständig zuzuordnen. Ferenz stellte seine Arbeiten in zahlreichen europäischen Städten aus und erhielt mehrere bedeutende Auszeichnungen, darunter den Seerosenpreis der Stadt München, den Oberschlesischen Kulturpreis des Landes Nordrhein-Westfalen und den Schwabinger Kunstpreis. Seit 1979 war er ordentliches Mitglied der Sudetendeutschen Akademie der Wissenschaften und Künste. Sein Werk gilt als wichtiger Beitrag zur Kunst der Vertriebenengeneration und zur kulturellen Verbindung zwischen Ost- und Mitteleuropa.
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