Münchner Friedhofsportal

geboren 09.10.1891 (Karlsruhe)
gestorben 02.02.1979 (München)
Berufsgruppe Maler (Kunst und Kultur)
Beruf Maler Zeichner Gerafiker Exlibriskünstler
Personenverzeichnis Beier Ottohans 
Friedhof Waldfriedhof - Alter Teil
Lage 304-UW-015

Sektionsplan

Wikipedia Ottohans_Beier
Ottohans Beier wurde 88 Jahre alt.

Ottohans Beier (1892–1979) war ein deutscher Maler, Zeichner, Grafiker und bedeutender Exlibriskünstler, der den größten Teil seines Lebens in München wirkte. Nach dem Studium an der Kunstgewerbeschule Karlsruhe leistete er während des Ersten Weltkriegs Militärdienst. In britischer Kriegsgefangenschaft gab er die Lagerzeitung Piepmatz heraus.

Seit 1919 lebte Beier in München. Von 1933 bis 1958 unterrichtete er als Lehrer für Grafik an der Bayerischen Staatslehranstalt für Lichtbildwesen. Sein künstlerisches Schaffen konzentrierte sich vor allem auf die Druckgrafik, insbesondere auf Lithografien, Kupferstiche und Radierungen. Große Bekanntheit erlangte er zudem durch die Gestaltung von insgesamt 272 Exlibris.

Während der Zeit des Nationalsozialismus wurde sein Gemälde Die beiden Schwestern 1937 im Rahmen der Aktion „Entartete Kunst“ beschlagnahmt und vernichtet. Gleichzeitig fanden andere seiner Werke, insbesondere historisierende Genre- und Alltagsszenen, Anerkennung und wurden auf mehreren Großen Deutschen Kunstausstellungen in München gezeigt. Obwohl er kein Mitglied der NSDAP war, wurden einzelne Arbeiten von staatlichen Stellen und auch von Adolf Hitler erworben.

Nach dem Zweiten Weltkrieg gehörte Beier 1946 zu den Mitbegründern des Verein für Original-Radierung. Sein umfangreiches grafisches Werk sowie seine Exlibris machen ihn zu einem wichtigen Vertreter der Münchner Grafik des 20. Jahrhunderts. Teile seines schriftlichen Nachlasses werden heute im Deutschen Kunstarchiv des Germanisches Nationalmuseum aufbewahrt.

Literatur

978-3948974077 -