Stadtportal zur Münchner Stadtgeschichte
| geboren | 11.07.1890 (Hayn / Harz) |
| gestorben | 24.10.1971 (München) |
| Berufsgruppe | Politiker (Politiker) |
| Beruf | Politiker Journalist |
| Suchbegriffe | USPD KPD SPD |
| Personenverzeichnis | Bartels Wolfgang |
| Friedhof | Waldfriedhof - Neuer Teil |
| Lage | 426-U-871 |
| Wikipedia | Wolfgang_Bartels_(Politiker,_1890) |
| Wolfgang Bartels wurde 81 Jahre alt. |
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Walter Bartels (1888–1974) stammte aus einer Försterfamilie und besuchte das Leibniz-Gymnasium in Hannover sowie die Journalistenhochschule in Berlin. Danach arbeitete er als Journalist, unter anderem für die Frankfurter Zeitung, und engagierte sich zunächst in der linksliberalen Demokratischen Vereinigung. Während des Ersten Weltkriegs diente er als Soldat, wurde verwundet und trat 1918 der SPD bei. Nach der Novemberrevolution schloss er sich der USPD an und arbeitete als Redakteur verschiedener Parteizeitungen. Ende 1920 wechselte er mit dem linken Flügel der USPD zur KPD. Dort gehörte er zu den führenden Vertretern des linken Parteiflügels um Ruth Fischer und Arkadi Maslow. Er wurde Chefredakteur der Hamburger Volkszeitung und 1924 in den Reichstag gewählt. Zudem war er bis 1928 Mitglied des Preußischen Landtags. Wegen seiner Opposition gegen die Parteiführung um Ernst Thälmann wurde Bartels 1927 aus der KPD ausgeschlossen. Er schloss sich dem Leninbund an, kehrte jedoch Anfang 1929 zur SPD zurück. Anschließend leitete er die sozialdemokratische Zeitung Volksfreund in Braunschweig. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten wurde Bartels mehrfach verhaftet. Er saß unter anderem 1935 mehrere Monate im Konzentrationslager KZ Dachau ein und stand danach unter ständiger Polizeiaufsicht. Nach dem Zweiten Weltkrieg arbeitete er als Journalist und Herausgeber weiter. Von 1956 bis 1967 veröffentlichte er die Zeitschrift Das Gewissen, die sich gegen die Gefahren des Missbrauchs der Atomenergie richtete. Bartels blieb bis zu seinem Tod ein engagierter Publizist und Sozialdemokrat. |
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