Christian Haeutle
| geboren | 26.05.1826 (Affing in Oberbayern) |
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| gestorben | 22.08.1893 (München) |
| Berufsgruppe | Historiker (Wissenschaftler) |
| Beruf | Historiker |
| Suchbegriffe | Historischer Verein von Oberbayern |
| Personenverzeichnis | Haeutle Christian |
| Friedhof | Alter Südlicher Friedhof |
| Lage | 37-1-20 |
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Christian Haeutle wurde 67 Jahre alt. |
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Christian Haeutle war ein bayerischer Archivar und Historiker, der sich insbesondere mit der Geschichte des Hauses Wittelsbach, der bayerischen Herrscherdynastie und der Münchner Residenz beschäftigte. Er zählt zu den bedeutenden landesgeschichtlichen Forschern seiner Zeit.
Als Sohn eines Patrimonialrichters wuchs Haeutle in einer kinderreichen Familie auf. Nach dem Besuch der Gymnasien in Neuburg und München studierte er Rechtswissenschaften an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Anschließend trat er in den bayerischen Archivdienst ein, wo er sich intensiv mit historischen Urkunden, genealogischen Quellen und der Geschichte Bayerns auseinandersetzte. Seine berufliche Laufbahn führte ihn unter anderem nach Bamberg und München, wo er schließlich zum Reichsarchivrat ernannt wurde.
Besondere Bedeutung erlangte Haeutle durch seine umfangreichen Forschungen zur Genealogie der Wittelsbacher. Mit seiner „Genealogie des erlauchten Stammhauses Wittelsbach“ schuf er ein wichtiges Nachschlagewerk zur bayerischen Dynastiegeschichte. Seine „Geschichte der Residenz in München“ gilt als bedeutender Beitrag zur Erforschung der Bau- und Herrschaftsgeschichte des Münchner Schlosskomplexes.
Darüber hinaus veröffentlichte Haeutle zahlreiche wissenschaftliche Aufsätze und engagierte sich im Historischen Verein von Oberbayern, dessen Vorsitz er zeitweise übernahm. Durch seine sorgfältige Auswertung archivalischer Quellen leistete er einen wesentlichen Beitrag zur wissenschaftlichen Erforschung der bayerischen Landesgeschichte.