8.11.1937 – München: Ausstellung „Der ewige Jude“

Am 8. November 1937 wurde in München die nationalsozialistische Propagandaausstellung „Der ewige Jude“ im Bibliotheksbau des Deutschen Museums eröffnet. Veranstaltet wurde sie im Auftrag des NS-Regimes, um antisemitische Feindbilder zu verbreiten und die jüdische Bevölkerung öffentlich zu diffamieren. Die Ausstellung war Teil einer umfassenden Propagandakampagne, mit der die Nationalsozialisten ihre rassistische Ideologie in der Gesellschaft verankern wollten.

Auf Schautafeln, Fotografien, Karikaturen und vermeintlichen Statistiken wurden Juden bewusst entmenschlichend und als angebliche Bedrohung für Deutschland dargestellt. Die Inhalte waren manipuliert, verfälscht und dienten ausschließlich der politischen Hetze. Ziel war es, Vorurteile zu schüren, Hass zu fördern und die Ausgrenzung der jüdischen Bevölkerung als angeblich notwendig erscheinen zu lassen.

Die Ausstellung zog Hunderttausende Besucher an und wurde von Schulen, Parteiorganisationen und der Hitlerjugend gezielt besucht. Sie bereitete ideologisch den Boden für die zunehmende Entrechtung der Juden, die nur wenige Tage später im Novemberpogrom von 1938 einen weiteren Höhepunkt erreichte.

Heute gilt die Ausstellung als eines der eindringlichsten Beispiele nationalsozialistischer Propaganda. Sie zeigt, wie gezielte Desinformation und Hetze zur gesellschaftlichen Akzeptanz von Ausgrenzung, Verfolgung und schließlich zum Holocaust beitragen konnten.

München: Ausstellung „Der ewige Jude“

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