Adolf Pius der Redliche, Simplex, Pfalzgraf bei Rhein
* 27.09.1300 (Wolfratshausen) – † 29.01.1327 (Neustadt an der Weinstraße) Heidelberg /Zisterzienserkloster Schönau
Kinder
Besonders eng verbunden ist sein Name mit dem Wiederaufbau von Oggersheim. Nachdem die Gemeinde durch einen Brand zerstört worden war, sorgte Adolf nicht nur für den Neuaufbau, sondern verlieh dem Ort auch das Stadtrecht und schützte ihn mit Befestigungsanlagen. Diese tatkräftige Unterstützung der Region sicherte ihm einen festen Platz im Gedächtnis der pfälzischen Geschichte. Seine Residenz befand sich zunächst in Heidelberg, bevor er sich in seinen letzten Lebensjahren nach Oggersheim zurückzog.
Für die heutige Stadtgeschichte und Genealogie ist Adolf von unschätzbarem Wert: Er ist der Stammvater aller heute noch lebenden Wittelsbacher. Sein Sohn Ruprecht II. stieg später zum Kurfürsten auf und festigte damit den dauerhaften Einfluss dieser Linie. Auch wenn Adolfs eigene Regierungszeit durch die Dominanz seines Onkels eingeschränkt war, legte er durch seine Nachkommen den Grundstein für die jahrhundertelange Bedeutung der pfälzischen Wittelsbacher in Bayern und Europa. Seine letzte Ruhe fand er im Zisterzienserkloster Schönau, einem bedeutenden geistlichen Zentrum der damaligen Zeit.
Adolph, (genannt Pius der Redliche, Simplex ) der Einfältige, „der Siecht“), geb. am 27. Sept. 1300 zu Wolfratshausen, gest. am 29. Jan. 1327 in Neustadt a. d Haardt, begr. im Cisterz.Kloster Schönau bei Heidelberg. (Grabstätte zerstört.)
Adolph vermählte sich 1320 mit Irmengarde, Tochter des Grafen Ludwig VII von Oettingen, welche 1349 als Nonne im Dominikanerinen-Kloster Liebenau bei Worms den Schleier nahm, daselbst am 6. Nov. 1399 starb und dort begraben liegt. (Ehemal. Epitaphium.)