Agnes von Oberbayern, Markgräfin von Brandenburg
* 1276 (München) – † 21.10.1341 (Sangerhausen)
Kinder
In erster Ehe wurde sie mit dem hessischen Landgrafen Heinrich verheiratet. Diese Verbindung stärkte die Beziehungen zwischen den rheinischen Besitztümern der Wittelsbacher und den aufstrebenden Territorien in Hessen. Nach dem frühen Tod ihres Gatten führte ihr Weg sie in den Nordosten des Reiches, wo sie durch ihre zweite Vermählung mit Markgraf Heinrich von Brandenburg zur Markgräfin aufstieg. Diese Ehe war von hoher strategischer Bedeutung, da sie die wittelsbachischen Interessen bis in die märkischen Gebiete ausweitete – eine Region, die später unter ihrem Bruder Kaiser Ludwig IV. noch enger an das Haus Bayern gebunden werden sollte.
Trotz ihres Lebens fernab der Isar blieb Agnes zeitlebens eine wichtige Vertreterin ihrer Familie. Ihre Kinder, darunter der junge Markgraf Heinrich II., sicherten den Fortbestand einflussreicher Linien in Brandenburg und Braunschweig. In der Münchner Stadtgeschichte wird sie als jene Wittelsbacherin erinnert, die durch ihre Präsenz an den Höfen in Hessen und Brandenburg den Ruhm und den Einfluss ihrer Heimatstadt weit über die Grenzen Bayerns hinausgetragen hat. Ihr Leben verdeutlicht, wie sehr die Geschicke Münchens damals mit der großen europäischen Politik verwoben waren.
Agnes, geb. in München (?) um 1276/77. Zuerst vermählte sie sich am 15. Jan. 1290 mit Heinrich II (dem Jüngern oder Ungehorsamen) Landgrafen von Hessen, welcher um 1264 geb. war, am 23. Aug. 1298 starb und in Marburg bei St. Elisabeth begr. liegt.
Ihm hatte Agnes eine Tochter geboren, heiratete vor dem Novbr. 1303 den Markgrafen Heinrich I (ohne Land) von Brandenburg und Landsberg, der am 21. März 1256 geb. war, zwischen 10. Juli u. 14. Aug. 1319 starb und in Chorin oder Prenzlau begr. liegt.
Agnes gebar ihrem 2ten Gemahle einen Sohn und eine Tochter, starb zu Sangerhausen (?) am 21. Oktob. 134? und ruht wohl neben Heinrich I.)
Ueber den Grabstein ihres ersten Gemahles vergl. B. V der Zeitschrift des Vereins für Hessische Geschichte 8. 187. Ph. W. Gercken Vermischte Abhandlungen II 201 ff. weist Agnes noch 1341 urkundlich nach. Sie starb wohl zwischen 1341 u. 1347.