Margarete von Brandenburg, Herzogin von Bayern-Ingolstadt
* 1410 – † 27.07.1465 (Landshut) Landshut /Kloster Seligenthal
1. 1423 · mit Albrecht V.
2. 20.07.1441 in Neuburg an der Donau · mit Ludwig VIII.
3. 1446 · mit Martin von Waldenfels
Kinder
Durch ihre erste Vermählung mit Herzog Albrecht V. von Bayern-Ingolstadt wurde sie Teil eines der turbulentesten Kapitel der bayerischen Geschichte. Nach dessen frühem Tod blieb sie eine zentrale Figur im Netzwerk des Hochadels und heiratete in zweiter Ehe Herzog Ludwig VIII. von Bayern-Ingolstadt. Diese Verbindung sollte die zerfahrenen Machtverhältnisse innerhalb der bayerischen Teilherzogtümer stabilisieren. Margarete agierte dabei nicht nur als Ehegattin, sondern als Repräsentantin ihres einflussreichen Vaters, was ihr eine beachtliche politische Bedeutung an den Höfen in Ingolstadt und München verlieh.
Ihre dritte Ehe führte sie schließlich an die Seite des Grafen Martin von Oettingen, womit sie ihren Wirkungskreis in den schwäbisch-fränkischen Raum erweiterte. Trotz der wechselnden Herrschaftsgebiete blieb ihre Herkunft aus dem kurfürstlichen Hause Brandenburg stets ihr prägendes Merkmal, das ihren hohen Rang innerhalb der aristokratischen Hierarchie legitimierte.
Für die Stadtgeschichte Münchens und die Rekonstruktion mittelalterlicher Stammbäume ist Margarete von Brandenburg ein unverzichtbares Bindeglied. Sie verkörpert die Allianz zwischen Brandenburg und Bayern und verdeutlicht, wie eng die Schicksale dieser weit entfernten Territorien durch familiäre Bande verknüpft waren. Als „Herzogin von Bayern“ blieb sie auch nach den politischen Umbrüchen ihrer Zeit eine Identifikationsfigur des spätmittelalterlichen Adels, deren Lebensweg die Komplexität dynastischer Erbfolgen und die strategische Bedeutung weiblicher Biografien im Hause Wittelsbach widerspiegelt.
Margarethe (die »neue Grethel«), Tochter des Kurfürsten Friedrich I von Brandenburg, geb. um das Jahr 1410. Sie vermählte sich zuerst zu Tangermünde 23. Mai 1423 mit Herz. Albrecht V von Meklenburg, welcher um 1400 geb. war, im Nov. 1423 starb und in der meklenb. Fürsten-Gruft zu Doberan begr. liegt.
Hierauf verlobte sich Margarethe, deren Ehe mit Albrecht V nicht zum Vollzüge gekommen war 5), am 25. Juli 1431 zu Neuburg a/D., dann 31. Oktob. 1438 zu Neumarkt in der Oberpfalz mit Herzog Ludwig VIII, heiratete denselben in Ingolstadt 20. Juli 14416) und starb in Landshut 24. Juli 14657), nachdem sie sich, wie es heisst, zur linken Hand mit ihrem frühem Hofmeister Grafen Martin v. Waldenfels im Jahre 1446 vermählt hatte.
Margarethe liegt im Kloster Seligenthal8) bestattet. Sie gebar dem Grafen Martin 3 Töchter). (Epitaph in Seligenthal.)