Emilia Secunda Antwerpiana von Oranien-Nassau die Zweite, Pfalzgräfin von Zweibrücken-Landsberg

Haus: Oranien-Nassau

* 09.12.1581 (Antwerpen) – † 28.09.1657

Ehen:
1. 04.07.1616 in Landsberg · mit Friedrich Kasimir
Emilia Secunda Antwerpiana von Oranien-Nassau
Eltern
Keine Eltern erfasst

Kinder

Emilia Secunda Antwerpiana von Oranien-Nassau war eine niederländische Prinzessin, die durch ihre Herkunft und spätere Heirat die politischen Welten des Hauses Nassau und der pfälzischen Wittelsbacher miteinander verband. Als Tochter des berühmten Statthalters Wilhelm I. von Oranien, dem „Schweiger“, und der Charlotte von Bourbon, wuchs sie in einer Zeit religiöser und territorialer Spannungen auf, die das moderne Europa prägten.

Ihr Weg führte sie von den Niederlanden in die Pfalz, als sie Friedrich Casimir von Pfalz-Zweibrücken-Landsberg heiratete. Diese Verbindung war weit mehr als eine private Angelegenheit; sie festigte das Bündnis zwischen den protestantischen Kräften in Deutschland und den aufstrebenden Niederlanden. Als Pfalzgräfin residierte sie in Landsberg und später in Zweibrücken, wo sie eine zentrale Rolle am Hof einnahm.

Ihr Leben war jedoch stark von den Verheerungen des Dreißigjährigen Krieges gezeichnet. Inmitten der militärischen Konflikte musste sie mehrfach fliehen und suchte schließlich Zuflucht in der Heimat ihres Vaters. Nach dem Tod ihres Mannes lebte sie als Witwe in den Niederlanden und widmete sich der Erhaltung ihrer familiären Ansprüche und der Erziehung ihrer Nachkommen. Innerhalb des Stammbaums der Webseite „Stadtgeschichte München“ stellt sie ein wichtiges Bindeglied dar: Durch ihre Kinder blieb ihr Einfluss in der pfälzisch-bayerischen Linie der Wittelsbacher lebendig. Sie verkörpert die Standhaftigkeit einer Fürstin in einer Ära des Umbruchs und die weitreichende europäische Vernetzung des bayerischen Hauses.