Otto II. der Erlauchte, Herzog von Bayern
* 07.04.1206 (Kelheim) – † 29.11.1253 (Landshut) Scheyern /Kloster Scheyern
1228 bis 1253 Pfalzgraf bei Rhein
1248 war er Statthalter im Herzogtum Österreich
ab 1251 letzter Reichsgubernator
Kinder
Im Zentrum seiner Herrschaft stand der Ausbau der territorialen Macht und der dynastischen Netzwerke. Otto war geschickt darin, durch geschickte Ehen und politische Allianzen das Erbe und den Besitz seiner Familie zu mehren. So führte seine eigene Heirat zur Übernahme der Pfalzgrafschaft bei Rhein in die Wittelsbacher Besitzungen – ein Zugewinn von dauerhafter Bedeutung für den Einfluss seiner Dynastie. Unter seiner Führung gelang es, ehemals unabhängige Gebiete verstorbener Adelsfamilien wie jene der Grafen von Bogen, Andechs und Ortenburg in den Herrschaftsbereich Bayerns zu integrieren. Durch diese Erweiterungen gewann Bayern an territorialer Stabilität und strategischer Tiefe. 
Otto II. war zugleich mit den Herausforderungen seiner Zeit konfrontiert: die Auseinandersetzungen zwischen Kaiser- und Papsttum, wechselnde Allianzen und das Ringen um Einfluss im Reich prägten seine Amtszeit. In diesen Konflikten zeigte er sich als ein Herrscher, der bereit war, auch ungewöhnliche politische Wege zu gehen, um die Interessen seiner Familie und seines Landes zu sichern – selbst wenn dies Spannungen mit kirchlichen Autoritäten zur Folge hatte. 
Sein politisches Erbe liegt nicht nur in der territorialen Ausdehnung, sondern auch im Zuschnitt der bayerischen Herrschaftsstruktur, die er durch kluge Verwaltung und dynastische Weitsicht festigte. Die Entwicklungen unter seiner Herrschaft legten wichtige Grundlagen für das spätere Selbstverständnis und die Machtbasis der Wittelsbacher in Bayern und darüber hinaus. 
Otto II, v. 15. Septbr. 1231 — 29. Nov. 1253; in der Pfalz vom Herbst 1228 an.
Beinamen: Jllustris der Erlauchte; Bonus der Gütige; Vater des Vaterlandes; Uxorius ;
geb. in Kelheim am 7. April l?06;
gest. in Landshut am 29. Nov. 1253;
begr. in Scheyern bei seinem Vater und Grossvater