Moritz von der Pfalz, Prinz
Haus: Wittelsbach Linie: Pfalz-Simmern
* 06.01.1621 (Küstrin) – † 14.09.1652 (Anegada)
Kinder
Keine Kinder erfasst
Moritz von der Pfalz, ein Sohn des „Winterkönigs“ Friedrich V. und der Elisabeth Stuart, verkörpert in seiner Biografie den Typus des hochadeligen Condottiere und Exilanten des 17. Jahrhunderts. Geboren in der Endphase der kurzen böhmischen Herrschaft seines Vaters, verbrachte er seine Jugend im niederländischen Exil. Da ihm aufgrund der vorderpfälzischen Verluste kein eigenes Territorium zur Verfügung stand, schlug er, wie sein berühmterer Bruder Ruprecht, eine militärische Laufbahn ein, die ihn durch die Schauplätze des Englischen Bürgerkriegs und der europäischen Seekriege führte.
An der Seite seines Bruders kämpfte Moritz auf der Seite seines Onkels, König Karls I. von England, gegen die Parlamentstruppen. Als Kavalleriekommandeur erwarb er sich den Ruf eines tapferen, wenn auch manchmal impulsiven Offiziers. Seine militärische Karriere war untrennbar mit der loyalistischen Sache der Stuarts verknüpft. Nach der Niederlage der Royalisten und der Hinrichtung des Königs wich er auf die See aus und beteiligte sich an den Kaperunternehmungen der royalistischen Flotte im Atlantik und im Mittelmeer, die darauf abzielten, die ökonomische Basis der neuen Republik unter Cromwell zu schwächen.
Das Ende seines Lebens ist von tragischer Ungewissheit geprägt: Während einer Expedition in die Karibik geriet sein Schiff in einen schweren Sturm und verschwand spurlos. Sein Schicksal blieb über Jahre Gegenstand von Spekulationen und Gerüchten am pfälzischen Exilhof. In der Historiographie wird Moritz oft als der „Schatten“ seines Bruders Ruprecht wahrgenommen, mit dem ihn eine lebenslange enge Waffenbrüderschaft verband. Er steht exemplarisch für die nachgeborenen Söhne des verarmten Pfälzer Exilhofes, die ihren Status und ihren Lebensunterhalt durch militärische Dienstleistungen im Ausland sichern mussten, während ihre Heimat durch den Dreißigjährigen Krieg verwüstet war.
An der Seite seines Bruders kämpfte Moritz auf der Seite seines Onkels, König Karls I. von England, gegen die Parlamentstruppen. Als Kavalleriekommandeur erwarb er sich den Ruf eines tapferen, wenn auch manchmal impulsiven Offiziers. Seine militärische Karriere war untrennbar mit der loyalistischen Sache der Stuarts verknüpft. Nach der Niederlage der Royalisten und der Hinrichtung des Königs wich er auf die See aus und beteiligte sich an den Kaperunternehmungen der royalistischen Flotte im Atlantik und im Mittelmeer, die darauf abzielten, die ökonomische Basis der neuen Republik unter Cromwell zu schwächen.
Das Ende seines Lebens ist von tragischer Ungewissheit geprägt: Während einer Expedition in die Karibik geriet sein Schiff in einen schweren Sturm und verschwand spurlos. Sein Schicksal blieb über Jahre Gegenstand von Spekulationen und Gerüchten am pfälzischen Exilhof. In der Historiographie wird Moritz oft als der „Schatten“ seines Bruders Ruprecht wahrgenommen, mit dem ihn eine lebenslange enge Waffenbrüderschaft verband. Er steht exemplarisch für die nachgeborenen Söhne des verarmten Pfälzer Exilhofes, die ihren Status und ihren Lebensunterhalt durch militärische Dienstleistungen im Ausland sichern mussten, während ihre Heimat durch den Dreißigjährigen Krieg verwüstet war.