Sophie von der Pfalz, Kurfürstin von Braunschweig-Lüneburg
Haus: Wittelsbach Linie: Pfalz-Simmern
* 14.10.1630 (Den Haag) – † 08.06.1714 (Herrenhausen) Herrenhausen /Welfenmausoleum im Berggarten
Herrscher
Herzogin zu Braunschweig und Lüneburg
Kurfürstin von Braunschweig-Lüneburg
1701 Thronfolgerin der britischen Monarchie
Kurfürstin von Braunschweig-Lüneburg
1701 Thronfolgerin der britischen Monarchie
Eltern
Kinder
Keine Kinder erfasst
Sophie von der Pfalz, auch bekannt als Sophie von Hannover, war eine der bedeutendsten Frauenfiguren der europäischen Geschichte. Als Tochter des „Winterkönigs“ Friedrich V. und der Elisabeth Stuart wurde sie im niederländischen Exil geboren. Durch ihre außergewöhnliche Intelligenz, ihren sprühenden Geist und ihre diplomatische Begabung entwickelte sie sich von einer mittellosen Exilprinzessin zur Stammmutter des heutigen britischen Königshauses.
Ihre Vermählung mit Ernst August von Braunschweig-Lüneburg, dem späteren ersten Kurfürsten von Hannover, legte den Grundstein für den Aufstieg des Welfenhauses. Sophie war eine Frau der Wissenschaft und Philosophie; ihre langjährige Korrespondenz und enge Freundschaft mit Gottfried Wilhelm Leibniz machte den Hof von Hannover zu einem geistigen Zentrum Europas. Sie war maßgeblich an der Gestaltung der Gärten von Herrenhausen beteiligt, die noch heute als ihr bleibendes Denkmal gelten.
Die welthistorische Zäsur erfolgte durch den Act of Settlement 1701: Da die regierende Linie der Stuarts ohne protestantische Erben blieb, erklärte das englische Parlament Sophie und ihre Nachkommen zu den rechtmäßigen Thronfolgern. Damit wurde sie zur Schlüsselfigur für die protestantische Erbfolge in Großbritannien. Nur wenige Wochen vor der Königin Anne verstarb Sophie im Alter von 83 Jahren bei einem Spaziergang in ihren geliebten Gärten – ihr Sohn bestieg daraufhin als Georg I. den britischen Thron. In der Historiographie wird sie als eine der brillantesten Briefschreiberinnen ihrer Zeit und als die Frau gewürdigt, die das Haus Wittelsbach mit den Weltreichen der Zukunft verband.
Ihre Vermählung mit Ernst August von Braunschweig-Lüneburg, dem späteren ersten Kurfürsten von Hannover, legte den Grundstein für den Aufstieg des Welfenhauses. Sophie war eine Frau der Wissenschaft und Philosophie; ihre langjährige Korrespondenz und enge Freundschaft mit Gottfried Wilhelm Leibniz machte den Hof von Hannover zu einem geistigen Zentrum Europas. Sie war maßgeblich an der Gestaltung der Gärten von Herrenhausen beteiligt, die noch heute als ihr bleibendes Denkmal gelten.
Die welthistorische Zäsur erfolgte durch den Act of Settlement 1701: Da die regierende Linie der Stuarts ohne protestantische Erben blieb, erklärte das englische Parlament Sophie und ihre Nachkommen zu den rechtmäßigen Thronfolgern. Damit wurde sie zur Schlüsselfigur für die protestantische Erbfolge in Großbritannien. Nur wenige Wochen vor der Königin Anne verstarb Sophie im Alter von 83 Jahren bei einem Spaziergang in ihren geliebten Gärten – ihr Sohn bestieg daraufhin als Georg I. den britischen Thron. In der Historiographie wird sie als eine der brillantesten Briefschreiberinnen ihrer Zeit und als die Frau gewürdigt, die das Haus Wittelsbach mit den Weltreichen der Zukunft verband.