Katharina von Bayern Herzogin von Jülich-Geldern

Katharina von Bayern, Herzogin von Jülich-Geldern

Haus: Wittelsbach Linie: Straubing-Holland

* 1360 (Den Haag) – † 1402 Arnheim /Kartäuserkloster Monnikhuizen

Katharina von Bayern

Kinder

Keine Kinder erfasst
Katharina von Bayern, eine Tochter Herzog Albrechts I. aus der Linie Straubing-Holland, war eine zentrale Figur in der dynastischen Vernetzung zwischen den Wittelsbachern und dem Haus Geldern. Ihre Biografie verdeutlicht die weitreichenden politischen Ambitionen ihres Vaters, der durch die Verheiratung seiner Kinder versuchte, den Einfluss der Straubinger Linie im nordwestdeutschen Raum und in den Niederlanden dauerhaft zu verankern.

Durch ihre Vermählung mit Wilhelm von Jülich-Geldern wurde Katharina zur Herzogin von Geldern und Jülich. Diese Verbindung war von hoher strategischer Relevanz, da sie die Allianz zwischen den wittelsbachischen Territorien im Hennegau und in Holland mit dem mächtigen niederrheinischen Herzogtum festigte. Katharina agierte an der Seite ihres Ehemanns in einer Phase, die durch kriegerische Auseinandersetzungen mit dem Herzogtum Brabant und dem Königreich Frankreich sowie durch interne Spannungen im Heiligen Römischen Reich geprägt war.

Obwohl ihre Ehe kinderlos blieb, was nach dem Tod ihres Mannes zum Erlöschen des Hauses Jülich-Geldern im Mannesstamm führte, blieb Katharina eine respektierte Persönlichkeit des Hochadels. In ihrer Witwenzeit zog sie sich auf ihre Witvensitze zurück, bewahrte jedoch ihre Kontakte zum bayerisch-straubingischen Hof. Ihr Wirken steht exemplarisch für die Rolle spätmittelalterlicher Fürstinnen, die als Bindeglieder zwischen regionalen Machtzentren fungierten. Da zeitgenössische Quellen nur punktuell über ihre persönlichen Handlungsspielräume berichten, konzentriert sich die historische Einordnung vornehmlich auf ihre Bedeutung für die territoriale Integrität und die dynastische Prestige ihrer Familie im niederländischen Raum.