Margarete von Bayern
Haus: Wittelsbach Linie: Straubing-Holland
* 1363 (Den Haag) – † 1423 (Dijon) Dijon /Chartreuse de Champmol
Kinder
Keine Kinder erfasst
Margarete von Bayern, eine Tochter Herzog Albrechts I. aus der Linie Straubing-Holland, spielte eine Schlüsselrolle in der europäischen Bündnispolitik des späten 14. Jahrhunderts. Ihre Biografie ist untrennbar mit der sogenannten „Doppelhochzeit von Cambrai“ im Jahr 1385 verbunden, bei der das Haus Wittelsbach eine weitreichende Allianz mit dem Haus Burgund einging. Durch ihre Vermählung mit Johann ohne Furcht wurde sie zur Herzogin von Burgund und damit Teil eines der mächtigsten und kulturell einflussreichsten Höfe jener Epoche.
Diese Verbindung diente der Absicherung der wittelsbachischen Herrschaft in den Niederlanden und schuf eine machtpolitische Achse, die über Jahrzehnte die Geschicke Westeuropas prägte. Margarete agierte in Burgund nicht nur als Repräsentantin ihrer bayerischen Herkunft, sondern übernahm während der häufigen Abwesenheit ihres Ehemanns, der tief in die französischen Machtkämpfe zwischen Armagnacs und Bourguignons verwickelt war, die Regentschaft in den burgundischen Landen. Ihr diplomatisches Geschick und ihre administrative Umsicht trugen maßgeblich zur Stabilität des Herzogtums bei.
Nach der Ermordung ihres Gemahls im Jahr 1419 unterstützte sie ihren Sohn, Philipp den Guten, bei der Übernahme der Regierungsgeschäfte und der weiteren Expansion des burgundischen Staates. In der Historiographie wird Margarete als eine energische und politisch kluge Fürstin gewürdigt, die das Erbe ihres Vaters im Nordwesten des Reiches erfolgreich mit den Ambitionen Burgunds verknüpfte. Ihr Wirken legte den Grundstein für die spätere burgundische Dominanz in den Niederlanden, die schließlich zur vollständigen Integration der wittelsbachischen Gebiete Holland, Zeeland und Hennegau in das burgundische Territorium führte.
Diese Verbindung diente der Absicherung der wittelsbachischen Herrschaft in den Niederlanden und schuf eine machtpolitische Achse, die über Jahrzehnte die Geschicke Westeuropas prägte. Margarete agierte in Burgund nicht nur als Repräsentantin ihrer bayerischen Herkunft, sondern übernahm während der häufigen Abwesenheit ihres Ehemanns, der tief in die französischen Machtkämpfe zwischen Armagnacs und Bourguignons verwickelt war, die Regentschaft in den burgundischen Landen. Ihr diplomatisches Geschick und ihre administrative Umsicht trugen maßgeblich zur Stabilität des Herzogtums bei.
Nach der Ermordung ihres Gemahls im Jahr 1419 unterstützte sie ihren Sohn, Philipp den Guten, bei der Übernahme der Regierungsgeschäfte und der weiteren Expansion des burgundischen Staates. In der Historiographie wird Margarete als eine energische und politisch kluge Fürstin gewürdigt, die das Erbe ihres Vaters im Nordwesten des Reiches erfolgreich mit den Ambitionen Burgunds verknüpfte. Ihr Wirken legte den Grundstein für die spätere burgundische Dominanz in den Niederlanden, die schließlich zur vollständigen Integration der wittelsbachischen Gebiete Holland, Zeeland und Hennegau in das burgundische Territorium führte.