Otto VIII. von Wittelsbach, Pfalzgraf von Bayern
Haus: Wittelsbach Linie: Bayern
* 1180 – † 07.03.1209 (Oberndorf)
Kinder
Keine Kinder erfasst
Otto VIII. von Wittelsbach, Pfalzgraf von Bayern, ist die historisch korrekte Bezeichnung für den Mann, der durch das Attentat von Bamberg im Jahr 1208 Weltgeschichte schrieb. In vielen Quellen wird er fälschlicherweise als Otto VII. geführt, doch in der neueren Forschung hat sich die Zählung als Otto VIII. etabliert. Als Angehöriger der pfalzgräflichen Nebenlinie der Wittelsbacher war er ein prominenter Vertreter des bayerischen Hochadels, dessen Leben durch eine Mischung aus persönlichem Ehrgeiz und einer tiefen Kränkung in einer Katastrophe für das Reich und seine eigene Familie endete.
Der Wendepunkt seines Lebens war die Auflösung der Verlobung mit Beatrix von Schwaben, der Tochter des Stauferkönigs Philipp von Schwaben. Dass der König die Verbindung aus politischen Erwägungen untersagte und Otto zudem bei einer weiteren Brautwerbung in Polen hinderte, empfand der Pfalzgraf als unerträgliche Ehrverletzung. Am 21. Juni 1208 nutzte er eine private Gelegenheit in der Bamberger Residenz des Bischofs Eckbert von Andechs-Meranien und erschlug den König. Diese Tat war nicht nur ein persönlicher Racheakt, sondern ein beispielloser Bruch des Landfriedens, der das Heilige Römische Reich in ein politisches Vakuum stürzte und den Thronstreit zugunsten des Welfen Otto IV. entschied.
Die Reaktion des Reiches war von beispielloser Härte: Otto VIII. wurde auf dem Hoftag zu Frankfurt geächtet und vogelfrei erklärt. Im Jahr 1209 wurde er in einer Scheune bei Oberndorf an der Donau vom Reichsmarschall Heinrich von Kalden gestellt und enthauptet; sein Kopf wurde in die Donau geworfen, sein Leichnam jahrelang ungeweiht in einem Fass aufbewahrt. Die weitreichendste Konsequenz für die Dynastie war die totale Zerstörung der Stammburg Wittelsbach, um den Ort der Schande symbolisch zu tilgen. Während seine Linie mit ihm erlosch, gelang es der herzoglichen Hauptlinie der Wittelsbacher, durch radikale Abkehr vom Mörder ihre eigene Stellung zu retten und die pfalzgräflichen Güter in ihren Besitz zu bringen.
Der Wendepunkt seines Lebens war die Auflösung der Verlobung mit Beatrix von Schwaben, der Tochter des Stauferkönigs Philipp von Schwaben. Dass der König die Verbindung aus politischen Erwägungen untersagte und Otto zudem bei einer weiteren Brautwerbung in Polen hinderte, empfand der Pfalzgraf als unerträgliche Ehrverletzung. Am 21. Juni 1208 nutzte er eine private Gelegenheit in der Bamberger Residenz des Bischofs Eckbert von Andechs-Meranien und erschlug den König. Diese Tat war nicht nur ein persönlicher Racheakt, sondern ein beispielloser Bruch des Landfriedens, der das Heilige Römische Reich in ein politisches Vakuum stürzte und den Thronstreit zugunsten des Welfen Otto IV. entschied.
Die Reaktion des Reiches war von beispielloser Härte: Otto VIII. wurde auf dem Hoftag zu Frankfurt geächtet und vogelfrei erklärt. Im Jahr 1209 wurde er in einer Scheune bei Oberndorf an der Donau vom Reichsmarschall Heinrich von Kalden gestellt und enthauptet; sein Kopf wurde in die Donau geworfen, sein Leichnam jahrelang ungeweiht in einem Fass aufbewahrt. Die weitreichendste Konsequenz für die Dynastie war die totale Zerstörung der Stammburg Wittelsbach, um den Ort der Schande symbolisch zu tilgen. Während seine Linie mit ihm erlosch, gelang es der herzoglichen Hauptlinie der Wittelsbacher, durch radikale Abkehr vom Mörder ihre eigene Stellung zu retten und die pfalzgräflichen Güter in ihren Besitz zu bringen.
Lebensstationen & Ereignisse
| 📌 | 21.06.1208 |
Sonstiges
Bamberg |
Er ermordet den deutschen König Philipp von Schwaben |