Elisabeth von Bayern
* 1361 – † 17.01.1382 (Mailand) Mailand /S. Giovanni
Kinder
Durch ihre Vermählung mit Marco Visconti, dem Sohn des Mailänder Stadtherrn Bernabò Visconti, wurde Elisabeth Teil einer weitreichenden Allianz, die das Haus Bayern-Landshut mit der aufstrebenden Macht der Visconti in Oberitalien verknüpfte. Diese Verbindung war von hoher strategischer Relevanz, da sie den Einfluss der Wittelsbacher über die Alpen hinaus ausweitete und finanzielle Ressourcen für die herzogliche Politik sicherte.
Ihr Leben am Mailänder Hof war jedoch nur von kurzer Dauer. Trotz ihrer Jugend und der Fremde in der lombardischen Metropole galt sie als Repräsentantin bayerischer Hofkultur im italienischen Raum. Ihr früher Tod verhinderte eine langfristige Einflussnahme auf die Geschicke Mailands und hinterließ eine Lücke in den diplomatischen Beziehungen zwischen Landshut und Italien. In der bayerischen Landesgeschichte bleibt sie als Beispiel für die weitreichende Heiratspolitik Herzog Friedrichs in Erinnerung, der durch seine Töchter die Präsenz der Wittelsbacher in den führenden Dynastien Europas verankerte.
Elisabethe. geb. 1361, verl. in München 18. Februar 1367, verm. bald darnach in Mailand (?) mit Marco Visconti, dem Sohne Herzog Barnabas von Mailand, welcher in Mailand 3. Januar 1382 starb u. dort bei 8. Giovanni (in Concha) neben s. Vater (der daselbst ein prachtvolles Monument hat)5) begraben liegt.
Elisabethe, welche ihrem Gemahl nur eine Tochter geboren, starb in Mailand 17. Jan. 1382 u. ruht neben demselben bei S. Giovanni.