Albrecht Sigismund, Prinz von Bayern
Haus: Wittelsbach Linie: Bayern
* 05.08.1623 (München) – † 04.11.1685 (Freising) Freising /Dom
Kinder
Keine Kinder erfasst
Albrecht Sigismund von Bayern, ein Spross der bayerischen Wittelsbacher, verkörperte die typische Laufbahn eines nachgeborenen Prinzen im Dienste der Reichskirche. Als Sohn des Kurfürsten Maximilian I. von Bayern war sein Lebensweg frühzeitig auf eine geistliche Karriere ausgerichtet, um den dynastischen Einfluss innerhalb des Heiligen Römischen Reiches zu festigen.
Seine kirchenpolitische Bedeutung manifestierte sich vor allem in seiner Rolle als Fürstbischof von Freising und später zudem von Regensburg. In Freising folgte er einer langen Tradition wittelsbachischer Bischöfe und setzte Akzente in der administrativen Konsolidierung des Hochstifts. Trotz seiner hohen kirchlichen Ämter empfing er zeitlebens nur die niederen Weihen, was seine Position primär als die eines geistlichen Reichsfürsten und weniger als die eines Seelsorgers charakterisierte.
Besondere Verdienste erwarb sich Albrecht Sigismund als Mäzen der Künste und Förderer barocker Architektur. Unter seiner Ägide erlebte die Residenzstadt Freising eine kulturelle Blüte. Er initiierte bedeutende Umgestaltungen am Freisinger Dom, darunter die Errichtung des monumentalen Hochaltars, für den er Peter Paul Rubens mit dem Altarblatt beauftragte. Auch die Neugestaltung des fürstbischöflichen Gartens und des Belvedere zeugen von seinem Repräsentationswillen und seinem ausgeprägten Kunstsinn.
Sein Wirken war geprägt von der engen Bindung an das bayerische Kurhaus, wobei er stets darauf bedacht war, die Eigenständigkeit der Hochstifte gegenüber den Begehrlichkeiten der umliegenden Territorien zu wahren. Mit seinem Tod endete eine Phase stabiler Verwaltung, die maßgeblich zur barocken Identität der Bistümer Freising und Regensburg beitrug. Sein Grabmal im Freisinger Dom erinnert bis heute an einen Regenten, der die Symbiose zwischen geistlicher Autorität und aristokratischer Prachtentfaltung meisterhaft beherrschte.
Seine kirchenpolitische Bedeutung manifestierte sich vor allem in seiner Rolle als Fürstbischof von Freising und später zudem von Regensburg. In Freising folgte er einer langen Tradition wittelsbachischer Bischöfe und setzte Akzente in der administrativen Konsolidierung des Hochstifts. Trotz seiner hohen kirchlichen Ämter empfing er zeitlebens nur die niederen Weihen, was seine Position primär als die eines geistlichen Reichsfürsten und weniger als die eines Seelsorgers charakterisierte.
Besondere Verdienste erwarb sich Albrecht Sigismund als Mäzen der Künste und Förderer barocker Architektur. Unter seiner Ägide erlebte die Residenzstadt Freising eine kulturelle Blüte. Er initiierte bedeutende Umgestaltungen am Freisinger Dom, darunter die Errichtung des monumentalen Hochaltars, für den er Peter Paul Rubens mit dem Altarblatt beauftragte. Auch die Neugestaltung des fürstbischöflichen Gartens und des Belvedere zeugen von seinem Repräsentationswillen und seinem ausgeprägten Kunstsinn.
Sein Wirken war geprägt von der engen Bindung an das bayerische Kurhaus, wobei er stets darauf bedacht war, die Eigenständigkeit der Hochstifte gegenüber den Begehrlichkeiten der umliegenden Territorien zu wahren. Mit seinem Tod endete eine Phase stabiler Verwaltung, die maßgeblich zur barocken Identität der Bistümer Freising und Regensburg beitrug. Sein Grabmal im Freisinger Dom erinnert bis heute an einen Regenten, der die Symbiose zwischen geistlicher Autorität und aristokratischer Prachtentfaltung meisterhaft beherrschte.