Deutsche Militärgewehre Band 1
Vom Werdergewehr bis zum Modell 71/84
| Autor:in | Storz Dieter |
|---|---|
| Verlag | Verlag Militaria |
| Buchart | Gebundene Ausgabe |
| Erscheinung | November 2011 |
| Seiten | 392 S. |
| ISBN / B3Kat | 3902526432 (9783902526434) / BSB-OPAC (BV039988324) |
| Verkaufspreis | 85,90 € |
| Serie | Kataloge des Bayerischen Armeemuseums Ingolstadt (Band 08) |
| Schlagworte | GewehrBewaffnungGewehr M/69KavallerieMauserMauser-Norris-GewehrSchußwaffenKarabiner |
Beschreibung
In diesem 392 Seiten umfassenden Werk wird die Entwicklung der deutschen MilitärGewehre vom WerderGewehr bis zum Gewehr 71/84 detailliert nachgezeichnet. Das Werk stützt sich auf jahrelange, umfangreiche Studien in deutschen Archiven und namhaften öffentlichen und privaten Sammlungen. Dabei gelingt es, mit vielen legendenhaften Erzählungen und manchem Hörensagen aufzuräumen und gesichertes Wissen an deren Stelle zu setzen. Mehr als 900 zeitgenössische Originalaufnahmen, Reproduktionen von Dokumenten und Farbfotos erhalten gebliebener Realstücke in hervorragender Qualität, darunter Hunderte von Detailfotos, begleiten und belegen den Text. Viele Objekte, Waffen und Zubehörteile werden hier zum ersten Mal gezeigt. So entsteht eine vielfach neue, auf breitester Quellengrundlage aufbauende Darstellung der Entwicklung deutscher militärischer Langwaffen in den Jahren nach 1870, die auf absehbare Zeit das Standardwerk zum Thema bleiben wird. Dieses Buch beschreibt die deutschen MilitärGewehre im Kaliber 11 mm. Ihr gemeinsames Merkmal waren Patronen mit Hülsen aus Metall und das Treibmittel Schwarzpulver. In Deutschland setzte sich Bayern mit dem Gewehr M/69, dem sogenannten WerderGewehr, an die Spitze der Entwicklung. Der Leser erfährt, wie diese Waffe entwickelt, produziert und verwendet wurde, welche Probleme auftraten, wie sie gelöst wurden und wie das Gewehr schließlich wieder aus dem Truppendienst ausschied. Selbstverständlich werden auch alle Varianten, das Zubehör und die Munition ausführlich beschrieben und im Bild gezeigt. In gleicher Weise behandelt das Buch die Gewehre M/71 und M/71.84. Erstmals werden die Chassepot-Waffen des deutschen Reichsheeres umfassend dargestellt. Der zeitliche Rahmen spannt sich bis zum Ende des Ersten Weltkrieges, denn vor allem für Ausbildungszwecke wurden viele der alten SchwarzpulverGewehre bis 1918 weiterverwendet. Dieser Band geht auch auf die Bewaffnung von Polizei und Gendarmerie ein, sodass auch der polizeigeschichtlich interessierte Leser viel Neues finden wird. Der Folgeband (erscheint 2012) über die Gewehre und Karabiner 88 und 91 wird die mit dem Buch über Gewehr und Karabiner 98 begonnene Darstellung der Langwaffen des deutschen Kaiserreichs abschließen.
- Vorwort
- Über dieses Buch
- Einleitung
- Das Pulver
- Das Werdergewehr
- Eine neue Kommission
- Patentfragen
- Werder stellt sein Gewehr vor
- Konkurrenten
- Die Kommission auf dem Weg zum Ziel
- Entscheidung für einen bayerischen Alleingang und Truppenversuch
- Krise: Das Berdangewehr taucht auf
- Endgültige Entscheidung für das Werdergewehr
- Die Patrone
- Berdans Patentansprüche
- Zubehör und Reinigungsmittel
- Produktion
- Umbewaffnung
- Das Werdergewehr im Deutsch-Französischen Krieg
- Fortsetzung und Abschluß der Umbewaffnung
- Die Aptierung der Gewehre M/69
- Krise und „Rektifizierung"
- Zeitgenössische Urteile über das Werdergewehr
- Fazit
- Gewehr M/69 neuen Musters
- Der Übergang zum Gewehr M/71
- Ausklang
- Karabiner M/69
- Pistole M/69
- Zubehör zu Karabiner und Pistole
- Bewaffnung der bayerischen Kavallerie mit Karabinern und Pistolen M/69
- Ausscheiden der Karabiner und Pistolen M/69 aus der Bewaffnung der bayerischen Kavallerie
- Gendarmeriegewehr M/69
- Handhabung der Werderwaffen
- Gewehr und Karabiner M/71
- Die Brüder Mauser
- Das Bündnis mit Samuel Norris und erste Patente
- Das Mauser-Norris-Gewehr in Bayern
- Mauser und Preußen
- Am Anfang stand das Chassepotgewehr
- Der Weg zum Schloß M/71
- Bruderzwist im Hause Mauser
- Was das Gewehr sonst noch braucht
- Jägerbüchse M/71
- Massenfertigung
- Gewehre M/71 für Württemberg - die Brüder Mauser kommen zu einer eigenen Fabrik
- Fertigung von Gewehren M/71 für Preußen in der Gewehrfabrik Amberg
- Einführung des Gewehrs M/71 in Bayern
- Einiges zum Waffenbau
- Umbewaffnung
- Ein Fallbeispiel: Sachsen
- Gesamtfertigung von Infanteriegewehren und Jägerbüchsen M/71
- Karabiner M/71
- Instruktionsschlösser
- Zubehör
- Waffenreinigung
- Technische Änderungen an Schußwaffen M/71
- Ballistische Leistung
- Probleme ums Gewehr M/71
- Auffrischungen
- Landsturm und Bahnschutz
- Hartschiere
- Ein Sonderfall: Schußwaffen 71 in den Kolonien
- Bezeichnungen
- Gewehre für die württembergischen Landjäge
- Die Bewaffnung der preußischen Landgendarmerie bis 1890
- Chassepots für die deutsche Armee
- Der Chassepotkarabiner
- Der aptierte Chassepotkarabiner M/71
- Bayerische Sackgassen
- Ein sächsischer Sonderweg: Der Karabiner M/73
- Gewehr M/71.84
- Entwicklung
- Plan und Produktion
- Umbewaffnung
- Marine
- Gewehre M/71.84 bei der kaiserlichen Schutztruppe?
- Gesamtfertigung
- Technische Änderungen
- Sitt' und Tracht der Alten wollen wir erhalten: Änderungen für Jäger und Schützen
- Der Rechtsschuß und andere Schwierigkeiten
- Feuertaktik
- Fazit
- Das weitere Schicksal der Gewehre M/71.84 in Deutschland
- Munition M/71
- Das Kaliber 11 mm
- Die Mauserpatrone
- Entwicklung nach dem Deutsch-Französischen Krieg
- Das Geschoß
- Die Hülse
- Zündhütchen
- Aufarbeitung gebrauchter Hülsen
- Scharfe Patrone M/71
- Platzpatrone M/71
- Exerzierpatrone M/71
- Packschachteln
- Patronenkasten
- Patronentragesäcke
- Gurtbandverschntirungen
- Zielmunition
- Organisation der Patronenfertigung
- Patronen für Gewehre M/71.84
- Munitionsbevorratung
- Das Ende
- Patronen 71 für die Kolonien und im Weltkrieg
- Zerlegen und Zusammensetzen
- Im Weltkrieg: „Schußwaffen 71 und sonstige eigene ältere Waffen"
- Vorräte
- Beim Besatzungsheer
- Neue Quellen für alte Gewehre: Kriegervereine und Waffenhandel
- Eiserne Abzugsbügel für Gewehre 71
- Im Feldheer
- Kriegsende
- Abkürzungsverzeichnis und technische Angaben
- Literatur und Anmerkungen
- Auktionshäuser und Fachhändler