Deutsche Militärgewehre (Band 2)

Schußwaffen 88 und 91 Schußwaffen 88 und 91 sowie Ziel- und Fechtgewehre, Seitengewehre und Patronentaschen

Autor:in Storz Dieter Dr.
Verlag Verlag Militaria
Buchart Gebundene Ausgabe
Erscheinung November 2012
Seiten 387 S.
ISBN / B3Kat 9783902526557 (9783902526557) / BSB-OPAC (BV040600806)
Verkaufspreis 89,90 €
Serie Kataloge des Bayerischen Armeemuseums Ingolstadt (Band 09)
Schlagworte KaliberGewehr 88Judenflinten

Beschreibung

Der zweite Band des Werks „Deutsche Militärgewehre“ ist den Schußwaffen 88 und 91 des deutschen Reichsheeres gewidmet. Eine umfassende, quellengestützte Darstellung dieser Waffen und ihrer Geschichte fehlt bis jetzt. Mit ihnen vollzog die Armee den Übergang vom seit Jahrhunderten gebräuchlichen Schwarzpulver zum Nitrozellulosepulver, auch als rauchschwaches oder gar rauchloses Pulver bezeichnet. Damit ist schon seine wesentlichste Eigenschaft bezeichnet. Dieser Wechsel des Treibmittels bedeutete einen Quantensprung in der militärischen Bewaffnung, veränderte die Bedingungen auf dem Gefechtsfeld grundlegend und erzwang binnen weniger Jahre die Einführung farblich unauffälliger Felduniformen.
Die Einführung des neuen, zugleich leistungsstärkeren Pulvers und der dazugehörigen Waffen erfolgte unter großem Zeitdruck. Dabei konnte es nicht ausbleiben, daß die neuen, noch unausgereiften Produkte unter einer Reihe von Kinderkrankheiten litten. Bis heute halten sich über Art und Umfang dieser Probleme recht unklare, teilweise unzutreffende Vorstellungen. Dieser Band stützt sich wie seine Vorgänger auf intensive Studien in deutschen Archiven und namhaften öffentlichen und privaten Sammlungen. Dadurch wird es möglich, die tatsächlichen Verhältnisse detailliert zu rekonstruieren.
Gewehre 88 erlebten zwei Nutzungsperioden: Die erste begann mit der schlagartigen Umrüstung der deutschen Armeen um 1890 und gelangte mit der Umrüstung auf Schußwaffen 98 in den Jahren vor 1914 an ihr Ende. Als aber im Ersten Weltkrieg ein empfindlicher Mangel an Handfeuerwaffen auftrat, wurden viele der schon ausgemusterten Waffen wieder aus den Depots geholt und reaktiviert. Beide Wege werden hier nachgezeichnet.
Es wäre nicht sinnvoll gewesen, die Darstellung zentraler Zubehörgruppen wie Patronentaschen und Seitengewehre, die ihrerseits eigene Sammlungsgebiete darstellen, auf die beiden Bände dieses Werks aufzuteilen, weshalb sie hier geschlossen zur Darstellung kommen. Auch die Kapitel über Zielwaffen und Fechtgewehre, zu denen es bisher noch keine Darstellung gibt, wurden in diesen Teilband integriert. Damit ist die mit dem Buch „Gewehr und Karabiner 98“ begonnene Trilogie der Langwaffen des deutschen Kaiserreichs abgeschlossen.

  • Vorwort
  • Über diesen Band
  1. Das kleine Kaliber
    1. Feuer ohne Rauch
      • Schießbaumwolle
      • R.C.P.
      • Nitrozellulosepulver
      • Platzpatronenpulver
    2. Schußwaffen 88 und 91
      • Entwicklung
        • Der Weg zum Gewehr 88
        • Die Ansprüche des Konsortiums
      • Massenfertigung und Umbewaffnung
        • Organisation der Massenfertigung
        • Umbewaffnung
        • Ein Fallbeispiel: Sachsen
        • Produktionsleistung
        • Was kostete ein Gewehr 88?
      • Die kurzen Ausführungen
        • Karabiner 88
        • Gewehr 91
        • Karabiner 88 für die preußische Landgendarmerie
        • Karabiner 88 für die Gendarmerie des Großherzogtums Baden
        • Hülsenrätsel
      • Technische Weiterentwicklung, Probleme und Skandale
        • Veränderungen nach dem Anlaufen der Massenfertigung
        • Laufbeschädigungen
        • Schlechtschießer
        • Judenflinten"
      • Versuch einer Würdigung
      • Ablösung
      • Das Gewehr 88/05
      • Im Weltkrieg
        • Bestände an Schußwaffen 88, 91 und 88/05 bei Kriegsausbruch
        • Gewehr 8S/05
        • Gewehre 88, Gewehre 91 und Karabiner 88
        • Gewehr 88 S
        • Gewehr 88/14
        • Bis zum Kriegsende
      • Zubehör
      • Waffenpflege
      • Zerlegen und Zusammensetzen
    3. Patrone 88
      • Der Weg zur scharfen Patrone 88
      • Organisation der Patronenfertigung
      • Probleme mit der Hülse 
      • Übergang zur Patrone S
      • Fertigung von scharfen Patronen 88 nach 1904 und Verwertung der lagernden Munitionsteile
      • Fertigung von scharfen Patronen 88 während des Krieges
      • Platzpatronen
      • Exerzierpatronen
      • Patronenrahmen
      • Packschachteln
  2. Besondere Waffen
    1. Zielwaffen
      • Zielgewehr M/71
      • Ein Zielgewehr M/69
      • Zielwaffen 88 und 91
    2. Fechtgewehre
  3. Seitengewehre
    • Yatagan M/69
    • Infanterie-Seitengewehr M/69 aptiert
    • Infanterie-Seitengewehr M/69 aptiert mit Sägerücken
    • Artillerie-Seitengewehr 92
    • Seitengewehr 69/98
    • Infanterie-Seitengewehr M/71
    • Seitengewehre für die Jägerbüchse M/71 und eine bayerische Ausnahme
    • Infanterie-Seitengewehr M/71.84
    • Verwendung der Seitengewehre 69 bzw. 92, 71 und 71/84 nach den Waffenetats für die Kriegsformation, Stand 1914
    • Bezeichnungen
  4. Patronentaschen
    • Bayerische Patrontasche M/70
    • Patrontasche M/74 und M/76
    • Patrontaschen M/87
    • Patrontaschen 88 und 87/88 für Patronen 88
    • Patrontaschen 95 bzw. 96
    • Patronentaschen für die Kavallerie
    • Militärsattler
  5. Gebrauchte Waffen für die Welt
    • Überseeische Ausfuhr
    • Krise
    • Das Geschäft geht weiter
    • Märkte
    • Ein besonderer Kunde: Abessinien
    • Kriegervereine
  • Abkürzungsverzeichnis und technische Angaben
  • Literatur und Anmerkungen
  • Auktionshäuser und Fachhändler