Heinrich Bürkel (1802–1869)
Repräsentative Edition seiner Korrespondenz und analytische Auswertung
| Autor:in | Wipfler Muriel |
|---|---|
| Verlag | scaneg Verlag |
| Erscheinung | Dezember 2018 |
| Seiten | 816 S. |
| ISBN / B3Kat | 3892350973 (9783892350972) |
| Serie | Beiträge zur Kunstwissenschaft (Band 97) |
| Personen | Bürkel Heinrich |
| Ort / Straße | Bürkelstraße |
| Bezirk | Oberbayern Altstadt-Lehel |
Beschreibung
Der Genre-und Landschaftsmaler Heinrich Bürkel (1802-1869), bestens bekannt bei Adalbert
Stifter und Carl Spitzweg, galt schon zu Lebzeiten als einer der bekanntesten Vertreter
der von ihm maßgeblich geprägten Münchner Schule und wurde sogar 1848 vom
Maler Kaulbach im Freskenzyklus zur Neuen Pinakothek an der Seite von König Ludwig
I. verewigt. Insbesondere in den 1830er Jahren wuchs sein Renommee, als es ihm gelang,
zahlreiche Bilder an Königshäuser, an berühmte Künstler bzw. durch die Kunstvereine
und deren Netzwerk im ganzen deutschsprachigen Raum zu verkaufen; später vertrieb er
seine Kunst durch ganz Europa bis nach Amerika.
Schwerpunkt dieser Arbeit liegt in einer quellenkritischen Edition der Autographen um
und zu Heinrich Bürkel, wobei auf die Interpretation seiner Werke verzichtet wurde. Insgesamt
wurden 512 historische Quellen zusammengetragen, wobei das Gros der Quellen
– von Bürkels Urenkelin gestiftet – sich in Bürkels Heimatstadt Pirmasens befindet.
Weiterhin wurden im Hinblick auf weitere mit Bürkel zusammenhängende Autographen
weltweit alle öffentlichen Institutionen an jenen Orten kontaktiert, die in den Briefen aus
Pirmasens Erwähnung finden. Diese Schriften wurden im Rahmen der Arbeit transkribiert
und sind nun der Öffentlichkeit zugänglich. Hierzu gehört auch ein über 100 Seiten langes
Geschäftsbuch, in welchem der Maler fast vollständig alle Verkäufe und Geldgeschäfte
aufführte. Dies erlaubte eine fundierte Analyse der internationalen Tätigkeiten Bürkels als
Kunsthändler und seiner Vertriebsmöglichkeiten. Neue Erkenntnisse zum Kunstmarkt
der Biedermeierzeit konnten dadurch gewonnen werden, insbesondere zeigt sich der experimentelle
Einsatz der Fotografie (als Vertriebsmedium) durch den Künstler. Die Briefe
enthüllten weitere neue Details zum Künstler und zu seinem Leben. Die Quellenedition
schließt eine Lücke und wird dadurch zu einem unverzichtbaren Nachschlagewerk.
1 EINLEITUNG
2 ZIELE
- 2.1 Transkription
- 2.2 Hypothesen: Fokussierung auf inhaltliche Aspekte der Archivalien
- 2.2.1 Details zu Heinrich Bürkel
- 2.2.2 Vermarktungsstrategien von Bürkel
3 METHODISCHES VORGEHEN
- 3.1 Forschungsgegenstand und Definition
- 3.2 Vorgehensweise
- 3.2.1 Zeitlicher Ablauf
- 3.2.2 Die Archivalien in der Fachliteratur
- 3.2.3 Fehlende Schriften und Auffinden weiterer Dokumente3.2.4 Transkription
- 3.2.5 Inventarisierung und Katalogisierung
4 STAND DER WISSENSCHAFT
- 4.1 Kunst und Kunstverständnis in der Gesellschaft des 19. Jahrhunderts
- 4.1.1 Akademische Kunst versus Fachmalerei
- 4.1.2 Genre- und Landschaftsmalerei
- 4.1.3 Der Künstler im 19. Jahrhundert
- 4.1.3.1 Status des Künstlers
- 4.1.3.2 Ausbildung des Künstlers
- 4.1.3.3 Der Beruf des Künstlers
- 4.1.3.4 Der Künstler, die Kunstkritik und der Kunstverkauf
- 4.1.4 Kunstvermarktung im 19. Jahrhundert
- 4.1.4.1 Einfluss des Kunstmarktes auf die Kunstproduktion
- 4.1.4.2 Ausstellungen als Katalysatoren der Vermarktung
- 4.1.4.3 Kunstvereine: Gesellschaftliche Funktion und Entwicklung
- 4.1.4.4 Kunsthandel
- 4.1.4.5 Private Auftraggeber und Sammler
- 4.1.5 Kopien, Repliken und Vervielfältigungen
- 4.1.5.1 Kopien als Teil der Ausbildung
- 4.1.5.2 Kopien als Verkaufsgegenstände
- 4.1.5.3 Reproduktion der Wirklichkeit mittels Fotografie
- 4.2 Heinrich Bürkel
- 4.2.1 Herkunft und Familie
- 4.2.1.1 Jugendjahre
- 4.2.1.2 Karriere als Maler
- 4.2.1.3 Heinrich Bürkel - eine Persönlichkeit
- 4.2.2 Ausbildung und Beruf
- 4.2.2.1 Ausbildung
- 4.2.2.2 Wichtige Stationen des künstlerischen Werdens
- 4.2.3 Der Künstler und sein Werk
- 4.2.3.1 Bürkels Malerei
- 4.2.3.2 Bürkels methodische Vorgehensweise
- 4.2.3.3 Die Zeichnungen - der andere Bürkel
- 4.2.3.4 Motive und Themen im malerischen Werk
- 4.2.3.5 Die zeitgenössische Rezeption des Künstlers und seiner Werke
- 4.2.3.6 Bürkels Einfluss auf andere Künstler
- 4.2.3.7 Die Anfertigung von Staffagen für Kollegen
5 VORSTELLUNG DER ARCHIVALIEN
- 5.1 Tabellarische Auflistung der Archivalien und ihre Erarbeitungen
- 5.2 Inhaltliche Übersicht
- 5.2.1 Inhaltliche Übersicht und Besonderheiten des Bestandes
- 5.2.2 Bürkels Korrespondenz zwischen 1822 und Juni 1869
- 5.2.3 Aufschlüsselung des untersuchten Bestandes
- 5.2.3.1 Verhältnis privater zu geschäftlicher Korrespondenz
- 5.2.3.2 Die von Bürkel verfassten Briefe
6 INTERPRETATION DER ERGEBNISSE.
- 6.1 Zu Heinrich Bürkel
- 6.1.1 Herkunft und Familie
- 6.1.2 Ausbildung und Beruf
- 6.1.2.1 Bürkel und die Akademie
- 6.1.2.2 Berufliche Aspekte und Rezeption des Werkes
- 6.1.3 Bürkel als privater Kapitalanleger
- 6.2 Zu den Vermarktungsstrategien von Heinrich Bürkel
- 6.2.1 Übliche Vermarktung: Kunstverein, Kunsthandel, private Aufträge
- 6.2.2 Internationaler Verkauf
- 6.2.2.1 Die Rolle der Künstlerkollegen und Kunsthändler
- 6.2.2.2 Bürkels Geschäfte im Vereinigten Königreich
- 6.2.2.3 Bürkels Geschäfte im Kaiserreich Russland
- 6.2.2.4 Bürkels Geschäfte in Amerika
- 6.2.3 Kopien und die Fotografie als neue Vermarktungsstrategie
- 6.2.3.1 Fälschungen und Faksimiles
- 6.2.3.2 Stilkopien
- 6.2.3.3 Varianten und Repliken eigener Bilder
- 6.2.3.4 Bürkel-Fälschungen
- 6.2.3.5 Bürkel und die Fotografie
FAZIT
BIBLIOGRAPHIE
ANHANG
- 9.1 Tabellarische Übersicht der Archivalien
- 9.2 Währungstabeile
- 9.3 Gemäldetabelle
- 9.4 Abbildungen
- 9.5 Namensregister.
- 9.6 Tabelle zur Verteilung der Geschäftsbriefe
10 QUELLENEDITION