Zwei Bayern in Brasilien
Johann Baptist Spix und Carl Friedrich Philipp Martius auf Forschungsreise 1817 bis 1820
| Autor:in | Wesche Markus |
|---|---|
| Verlag (Details) | Allitera Verlag |
| Buchart | Taschenbuch |
| Erscheinung | Oktober 2020 |
| Seiten | 480 S. |
| ISBN / B3Kat | 3962332375 (9783962332372) / BSB-OPAC (BV046888576) |
| Personen | Spix Johann Baptist Martius Carl Friedrich Philipp |
Beschreibung
Als am 10. April 1817 der Zoologe Johann Baptist Spix und der Botaniker Carl Friedrich Philipp Martius in Triest die österreichische Fregatte »Austria« bestiegen, ahnte niemand, dass ihre Forschungsreise durch Brasilien eine der bedeutendsten ihrer Zeit werden würde. Die beiden Forscher von der Akademie der Wissenschaften München sollten nicht nur die Sammlungen um Naturfunde aus dem tropischen Südamerika erweitern - heraus kam viel mehr. Als leidenschaftlicher Botaniker ließ König Max I. Joseph die Reise finanzieren. Und das trotz der Staatskrise aufgrund des gewaltigen Ausbruchs des Vulkans Tambora in Indonesien 1815, der Euopa das »Jahr ohne Sommer« bescherte. Die Expedition führte die beiden Forscher von Rio de Janeiro bis tief in das Amazonasgebiet hinein - weiter als die Konkurrenz aus Österreich, Preußen und Frankreich je gekommen war.
Der Menge und Vielfalt der bei ihrer Rückkehr 1820 mitgebrachten Funde war außergewöhnlich. Berühmt sind die Zeugnisse der Indianerkultur, heute Stolz des Museums Fünf Kontinente in München. Ebenso bedeutend war der dreibändige Bericht »Reise in Brasilien« sowie eine Reihe von Werken zu Zoologie, Botanik und Ethnografie, die die Forscher verfassten. Während der Reise schickten sie eine Fülle von Briefen, die ihre Eindrücke und die Umstände der Reise noch unmittelbarer beschrieben. Die Berichte an den König ragen daraus besonders hervor. Sie werden in diesem Band erstmals vollständig herausgegeben.
VORWORT
I »GESCHICHTEN« AUS BRASILIEN: EINE EINFÜHRUNG
II IN MÜNCHEN: VORSPIEL UND PARALLELAKTIONEN
- Der erste Plan zur Expedition nach Südamerika im Jahre 1815
- Instruktionen aus derAkademie
- DerAnlass: zwei dynastische Heiraten
- Die Suche nach dem Maler
- Bilder ohne Maler
- Reisegepäck in München: Instrumente, Karten, Bücher und die Reiseapotheke.
- Die Einanzen von Anfang bis Ende
- Die MünchnerAkademie der Wissenschaften während der Expedition
- Die Brasilienreise wird unter die Leute gebracht publizistische Unternehmungen
- 10 Frau v. Martini, die Heldin an der Heimatfront.
III IN BRASILIEN I: DAS LEBEN DER NATURFORSCHER
- Wissen über Brasilien
- Nach Brasilien und zurück: Die Reisenden im Strudelder Zeitereignisse
- Die Bayern und die österreichische Expedition
- Aufgelesene Nachrichten aus Bio de Janeiro
- Maße, Gewichte, Währungen und das Problem derInflation in Brasilien
- Das Leben in Rio de Janeiro, pekuniär betrachtet
- Menschen um Spix und Martins: Naturforscher, Diplomaten und Beamte
- Die Reisepläne entpuppen sich.
- Naturschätze unterwegs von Brasilien nach München
IV IN BRASILIEN II: WEISSE, INDIGENE, SCHWARZE SKLAVEN, KOLONISTEN
- Zivilisation, Nacktheit und Bekleidung
- Indigene
- Felsskulpturen am Rio Jupurä: Götterbilder oder Kinderkrakel?
- Die reale Seite einer Fiktion: der Roman »FreyApollonio« und die Indigenen
- Martins ein Ethnografvon Brasilien?
- » Von dem Rechtszustande unter den Ureinwohnern« ein erneuter ethnografischer Versuch
- Schwarze Sklaven und die Bewertung von Rassen
- »Solölo und Mecha« eine Liehe unter Schwarzen in den christlichen Tropen
- Martins Schelling München
- Derpraktische Aspekt Kolonisten und Kolonialprojekte
- Wie man brasilianische Geschichte schreiben soll ein Modell des Naturhistorikers Martins
V DER SCHATTEN DES ALEXANDER VON HUMBOLDT
- Humboldts Amerikawerk, gesehen im Jahre 1817
- Martins’ Kritik an Humboldts Pflanzengeografie
- Humboldt und der dritte Bandder »Reise in Brasilien«
VI BERICHTE AUS BRASILIEN: TEXTE UND IHRE ÜBERLIEI ERUNGEN
- Berichte aus Brasilien
- Die Überlieferung der Berichte
- Textverwandtschaften
- Spix und/oder Martins die Verfasserfrage
- Exkurs: Werschrieb die »Reise in Brasilien«?
- Die Berichte als Erzählung
BERICHTE AN KÖNIG MAX JOSEPH I. VON BAYERN UND AN DIE MÜNCHNER AKADEMIE DER WISSENSCHAFTEN
Zum Text.
Bericht Nr. 1, Trlest, 8.4.1817
Bericht Nr. 2, Rio de Janeiro, 2.8.1817
Bericht Nr. 3, Rio de Janeiro, 7.9.1817
Bericht Nr. 4, Rio de Janeiro, 7.9.1817
Bericht Nr. 5, Bio de Janeiro,.
Bericht Nr. 6, Villa Rica, 26.4.1818
Bericht Nr. 7, Bahia, 13.11.1818
Bericht Nr. 8, Bahia, 6.2.1819
Bericht Nr. 9, Maranhäo (SäoLuis), 18.7.1819
Bericht Nr. 10, Para (Belem), 18.8.1819
Bericht Nr. 11, Lissabon, 6.10.1820
Bericht Nr. 12, München, 25.1.1821
EINIGE ANMERKUNGEN ZU WISSENSCHAFTLICHEN FRAGESTELLUNGEN IN DEN BERICHTEN
ANHANG
A) Briefe von der brasilianischen Reise an Diplomaten und Beamte in Regesten und Auszügen
B) Zur Auseinandersetzung zwischen Spix und Martins während des Aufenthaltes in Contendas
am Rio S. Francisco im Sertäo von Bahia August 1818
C) Rückschau von CarlFriedrich v. Martins aufseinen wissenschaftlichen Werdegang vor der
mathematisch-physikalischen Klasse am 16. Dezember 1860
QUELLEN UND LITERATUR
NAMEN, ORTE, SACHEN
ABBILDUNGSNACHWEIS