Fritz Koelle
| Geboren | 10. 3. 1895 [Augsburg] |
|---|---|
| Gestorben | 4. 8. 1953 [Probstzella] |
| Beruf | Bildhauer |
| Lehrer | Hahn Hermann |
| Vereinigungen | Akademie der Bildenden Künste München, Münchener Neue Secession, Reichskammer der bildenden Künste |
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| Wikipedia | Wikipedia-Eintrag |
Fritz Koelle (1895–1953) war ein deutscher Bildhauer, der vor allem durch seine realistischen Darstellungen von Arbeitern, Bergleuten und Menschen aus einfachen sozialen Verhältnissen bekannt wurde. Er studierte an der Münchner Kunstakademie und entwickelte eine sozial engagierte Bildsprache. Zu seinen bekannten Werken zählt der Blockwalzer, eine Bronzeskulptur eines älteren Hüttenarbeiters, die 1933 von den Nationalsozialisten aus dem öffentlichen Raum entfernt wurde.
Koelle wurde 1934 wegen seiner angeblich „bolschewistischen“ Kunstauffassung bedroht; eine Haft im Konzentrationslager Dachau wurde beantragt. Zugleich passte er sich später teilweise den Erwartungen des NS-Regimes an, erhielt öffentliche Aufträge und stellte auf nationalsozialistischen Kunstausstellungen aus. Nach 1945 schuf er unter anderem Plastiken zum Gedenken an die Opfer der Konzentrationslager. 1949 wurde er Professor in Dresden, 1951 arbeitete er an der Hochschule für angewandte Kunst in Berlin-Weißensee. Fritz Koelle starb am 4. August 1953 bei Probstzella.




