Thomas Murner
| Geboren | 24.12.1475 [Oberehnheim (Elsaß)] |
|---|---|
| Gestorben | 1537 |
Thomas Murner (* 24. Dezember 1475 in Oberehnheim; † vor dem 23. August 1537 ebenda) war ein elsässischer Franziskaner, Dichter und Satiriker, Humanist und bedeutender Kontroverstheologe der frühen Reformationszeit.
Große Beachtung fand Murner durch seine deutschsprachigen Satiren. Er orientierte sich anfänglich stark an der Narrenliteratur seiner Vorbilder Sebastian Brant und Geiler von Kaysersberg. Er erwies sich in dieser Gattung als Meister und erntete großen Beifall. Im Jahr 1512 veröffentlichte Murner gleich zwei in deutschen Versen verfasste Satiren: die Narrenbeschwerung und die Schelmenzunfft. In der Narrenbeschwörung bezog sich Murner direkt auf das Narrenschiff von Brant und verwendete teilweise auch dessen Illustrationen. Wie Brant lässt er die Narren eine ganze Reihe von menschlichen Narrheiten darstellen. Mit einer Art Exorzismus werden diesen Narren die Torheiten ausgetrieben. In beiden Werken zeigt er Missstände der Medizin[8] und anderer Wissenschaften auf.
Thomas Murner vereinigt in sich Positionen des Humanismus und des alten römisch-katholischen Glaubens; daraus folgen teilweise unüberwindbare innere Spannungen des Autors, die sich auch in seinen Werken niederschlagen.
<a rel="nofollow" href="https://en.wikipedia.org/wiki/en:Ambrosius_Holbein">Ambrosius Holbein</a> creator QS:P170,Q123732, <a rel="nofollow" href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Cantzler_der_geuchmatten.jpg">Cantzler der geuchmatten</a>, als gemeinfrei gekennzeichnet, Details auf <a rel="nofollow" href="https://commons.wikimedia.org/wiki/Template:PD-old">Wikimedia Commons</a>