Walter Popper
| Geboren | 1. 4. 1805 [Hirschberg (Schlesien)] |
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| Gestorben | 10. 8. 1962 [München] |
| Beruf | Dirigent, Kapellmeister, Pianist, Komponist |
| Wikipedia | Wikipedia-Eintrag |
Walter Popper war Dirigent, Kapellmeister, Pianist und Komponist. Nach seiner Ausbildung am Sternschen Konservatorium in Berlin arbeitete er zunächst als Dirigent in Berlin und im Rheinland. 1933 kam er erstmals nach München, wo er mit seinem eigenen Ensemble im Revuetheater Die Bonbonniere auftrat. In dieser Zeit entstanden auch Filmmusiken für die Diehl Film und die Bavaria Film. Wikipedia
1938 wurde Popper aufgrund seiner jüdischen Abstammung aus der Reichsmusikkammer ausgeschlossen und mit einem Berufsverbot belegt. Von Oktober 1944 bis März 1945 war er als Zwangsarbeiter im Zentralen Arbeitslager Tiefenort, einem Außenlager des KZ Buchenwald, interniert. Kurz vor Kriegsende gelang ihm die Flucht.
Nach dem Zweiten Weltkrieg prägte Popper den musikalischen Neubeginn in München maßgeblich mit. Er war am Aufbau des Rundfunkorchesters von Radio München beteiligt und leitete 1945 die erste Operetten-Livesendung des Senders nach dem Krieg. Ab 1946 wirkte er als Leiter, Chefdirigent und Gesangsbegleiter des Rundfunkorchesters. Zudem gehörte er zu den Mitbegründern des späteren Münchner Rundfunkorchesters, das 1952 offiziell gegründet wurde.
In den folgenden Jahren arbeitete Popper freischaffend, komponierte zahlreiche Walzer, Lieder und Rundfunkmusiken und trat weiterhin als Gastdirigent beim Bayerischen Rundfunk auf. Zu seinen Arbeiten gehören unter anderem die Musik zur Hörspielserie „Dickie-Dick-Dickens“, zu „Gestatten, mein Name ist Cox“ und „Inspektor Hornleigh“. Popper lebte mit seiner Familie viele Jahre in München-Pasing. Er starb 1962 in München und wurde auf dem Friedhof Obermenzing beigesetzt.
Grabstätte

† 10.8.1962 (München)