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Podcast

Der Residenzbrand im Jahre 1729.

Reihe: Münchner Stadtbuch

Staffel 1· Folge 43 · 03:01

Kurfürst Karl Albrecht, der spätere Kaiser, war für seine außergewöhnliche Prachtliebe bekannt. Die Münchner Residenz genügte ihm nicht – er ließ sie mit immensem Aufwand neu ausstatten: mit kostbaren Gemälden, goldenen Möbeln und luxuriösen Räumen voller Kunstwerke von Meistern wie Albrecht Dürer.

Doch diese prachtvolle Welt wurde in einer einzigen Nacht zerstört. Am 14. Dezember 1729 brach ein Feuer aus und breitete sich rasend schnell aus. Der Kurfürst und seine Gemahlin konnten sich nur knapp in Nachtkleidung retten.

Zwei Stockwerke der Residenz wurden vollständig vernichtet. Unersetzliche Kunstschätze, wertvolle Möbel und der berühmte Waffensaal gingen verloren. In der allgemeinen Verwirrung kam es zudem zu Diebstählen aus der Schatzkammer – der Schaden war enorm und wurde auf rund fünf Millionen Gulden geschätzt.

Doch Karl Albrecht reagierte schnell: Er ließ die zerstörten Teile wieder aufbauen – noch prächtiger als zuvor. Anstelle des verlorenen Waffensaals entstand der monumentale Georgensaal, ein Raum von beeindruckender Größe und Ausstattung, der selbst den berühmten Kaisersaal übertreffen sollte.


Bildmaterial

1972-06-23 00:00:00
Quelle: Münchner Stadtmuseum

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