Mars, Venus und Cupido
| Name | Mars, Venus und Cupido |
|---|---|
| Stadtbezirk | 1. Altstadt-Lehel |
| Stadtbezirksteil | Graggenau |
| Straße | Prinzregentenstraße |
| Objekt | Residenz |
| Übergabe | 1590 |
| Suchbegriffe | Mars Venus Amor |
| Eigentum | Bayerisches Nationalmuseum |
| Künstler:innen | Hubert Gerhard |
| Rubrik | Kunstwerk |
AVS AVFTRAG VND AVF KOSTEN
DES
IOHANNES GRAFEN FVGGER VON KIRCHHEIM.
GEFORMT IN AVGSBVRG MDLXXXIV
DVRCH HVBERT GERHARD AVS DEN NIEDERLANDEN
VND CARLO PALLAGO AVS ITALIEN.
GEGOSSEN MDLXXXV
DVRCH PIETRO DI NEVE EINEN ITALIENER
VND CORNEL ANTON MANN EINEN NIEDERLAENDER.
Die monumentale Bronzegruppe „Mars, Venus und Cupido“ entstand 1584/85 für das Schloss Kirchheim im Auftrag und auf Kosten des Grafen Johann Fugger von Kirchheim. Eine am Werk angebrachte Inschrift nennt die Künstler Hubert Gerhard aus den Niederlanden und Carlo Pallago aus Italien sowie die Gießer Pietro di Neve und Cornel Anton Mann. Das Werk ist damit ein eindrucksvolles Zeugnis der internationalen Kunstbeziehungen der Renaissance.
Dargestellt sind der Kriegsgott Mars, die Liebesgöttin Venus und ihr Sohn Cupido. Auf den ersten Blick erscheint die Gruppe als Begegnung von Krieg und Liebe, tatsächlich vermittelt sie jedoch eine politische und moralische Botschaft. Solange sich Mars der Venus zuwendet und von der Liebe gefesselt wird, ruhen Waffen und Kampf. Die Liebe besiegt die kriegerischen Leidenschaften, und an die Stelle des Krieges tritt der Frieden. Damit wird die Figurengruppe zu einem Sinnbild friedlicher Herrschaft und geordneter Verhältnisse.
Die elegante Bewegung der Figuren, die gestreckten Proportionen und die lebendige Körperlichkeit spiegeln den Einfluss des italienischen Manierismus wider. Zugleich zählt die Gruppe zu den bedeutendsten Bronzewerken der deutschen Renaissance. Ursprünglich für das Schloss Kirchheim geschaffen, befindet sich das Original heute im Bayerischen Nationalmuseum in München.