Beschreibung des Brandes im königlich-baierischen großen Hof- und Nationaltheater
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Eine der Hauptsachen blieb es immer, das alte Theater, und durch dieses den Theil der Königl. Baier. Residenz am Brunnenhofe mit Gewißheit zu retten. Zu diesem Ende wurde mir von dem Königl. Baier. Herrn Hofbau-Intendanten von Klenze der ehrenvolle Auftrag gegeben, bis zur vollständigen Sicherstellung dieses wichtigen Punktes auf dem Dache des alten Hoftheaters und die Löschanstalten daselbst mit Vorbedacht zu leiten, und zu unterhalten; welchem Auftrage ich auch von Dienstag Abends, bis Donnerstag Mittags auf dem Vierecke der laufenden Attica um und um, und im Innern des mit Scenen und Theatergeräthschaften überfüllten Speichers nachgekommen bin.
— Um gleich anfangs mit dem Hausmeister die steinerne Wendeltreppe hinaufzukommen, mußten zwey eiserne Thüren mit Gewalt gesprengt werden. Oben mußte dafür gesorgt werden, das Dach zu isolieren — zu verhindern, daß dasselbe nicht abgedeckt werde — die bereits in Brand gerathenen Dachfenster-Rahmen mit Schnee abzulöschen, und unter dem Regen der herüberströmenden Feuerflammen, die auf die hölzerne Scharre herübergefallenen Feuertheile auszutreten, und zu löschen — den kleinen Dachstuhl des steinernen Stiegenhauses dergestalten gleichsam abzuschneiden, daß der unmittelbar damit in Verbindung stehende Dachstuhl des Garderobehauses ihm nichts anhaben konnte, obwohlen die Balken unter der Kupferschaaren oben bereits in Brand gerathen waren — zwey brennende hölzerne Thüren, welche von dem Pultdache des Kassier-Flügels in den Maschinen-Speicher des alten Theaters hinüber führten, diesseits dergestalten abzuwehren, daß kein Nachtheil daraus