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Beschreibung des Brandes im königlich-baierischen großen Hof- und Nationaltheater

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ten Winkel eines kleinen Hofes an die steinerne Wendeltreppe des alten Theaters anstößt, letzterer aber schon ursprünglich mit der 4 Schuh dicken Feuermauer des alten Theaters verbunden war. Die Entzündung desselben geschah keineswegs durch die im Eingange dieser Erzählung erwähnte Verbindungs-Gallerie, sondern durch den nur 36 Schuhe davon entfernten Feuerpfuhl des großen Theaters, und durch das Flugfeuer, welches von da oben herunter regnete. — Es hätte ganz gewiß an muth- und einsichtsvollen Männern nicht gefehlt, welche Alles zur Rettung dieser beyden Flügel angewendet hätten, wenn nur eine Möglichkeit vorauszusehen gewesen wäre, dieses Wagnück belohnt zu sehen. Von der Seite des brennenden Theaters selbst war es ohnmöglich beyzukommen; eben so wenig von vorne, weil die Verbindungs-Gallerie nicht so leichterdings durchgebrochen werden konnte: und welche Löschmaschine, wenn sie auch in diesen Hof eingedrungen wäre, hätte es daselbst aushalten können, ohne zwischen einem Feuer von drey Seiten selbst zu verbrennen? — Selbst die von der Attica des alten Theaters aus zwey wohlbedienten Spritzen darauf hinunter stürzende Wasserfluth blieb ohne wirkenden Nutzen. — — Jeder wohlgemeinte Rath ist schätzungswerth; allein derjenige, welcher sich einigemal in dem Drange solcher Gefahren befunden hat, weiß es nur zu gut, daß man nicht allemal von den Umständen so begünstiget wird, um dasjenige, was besser und wünschenswerther scheint, ausführen zu können; auch sieht man die Sachen in der ruhigen Stunde nach der Gefahr mit andern Augen, als man sie im Momente des glühenden Dranges gesehen hat.