Beschreibung des Brandes im königlich-baierischen großen Hof- und Nationaltheater
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hauptsächlich darauf an, die nächste Umgebung zu sichern. — So war die Wachsamkeit des Königl. baier. Herrn Oberstallmeisters Freyherrn v. Keßling Exzellenz, des Herrn Generalmajors v. Gelb, und des Herrn Münz-Direktors v. Leprieur unermüdet, für die Rettung der Marstallgebäude, des königl. Zeughauses, und der königl. Münze aus allen Kräften zu sorgen — so strebten die Vorstände der nahe gelegenen k. b. Steuerkasse-Kom. und General-Salinen-Adm. ihre unschätzbaren Plan- und Karten-Reichthümer in Sicherheit zu bringen.
und so sorgten Se. Exc. der königl. baier. Herr General-Lieutenant von Nagelwich mit den Offizieren des topographischen Bureaus, die herrlichen Schätze dieser Anstalt bey einbrechender Gefahr so schnell wie möglich der Flamme zu entziehen.
Welcher Wuth, sich der Brand überlassen hätte, wenn er in dem Altenhofgebäude die vielen Büreaus und Registraturen, dann das reiche Archiv-Conservatorium ergriffen hätte, oder welchem der oberste Rechnungshof sich ausbreitet, wäre gar nicht zu beschreiben.
Zum größten Glücke hat der Wind sich während dem ganzen Brande für die Umgebungen nicht zu ungünstig bewiesen; doch wurden aus dem nicht weit davon entfernten Criminal-Gefängnisse (dem Falkenthurm), die Gefangenen für die Zwischenzeit nach einem entlegneren Verwahrungsorte gebracht.
Suchte man sich auch von dieser Seite mit Vorsicht und Anstrengung gegen alle Anzündungs-Gefahr zu sichern, so ergriff die unerbittliche Flamme dennoch auf der andern Seite den Gärtner-Flügel mit seinem kostspieligen Inhalte, und den kleinen schmalen Flügel, worin die Herren Kassiere wohnen, von welchen ersterer rückwärts im rech-