Ferdinand Brinkmann
| geboren | 27.01.1896 (Paderborn) |
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| gestorben | 18.09.1948 (München) |
| Berufsgruppe | Geistliche (Geistliche) |
| Beruf | Gefängnispfarrer |
| Personenverzeichnis | Brinkmann Ferdinand |
| Friedhof | Friedhof am Perlacher Forst |
| Lage | 5-A-4 |
| Deutsche Biographie | gnd118515446 |
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Ferdinand Brinkmann wurde 52 Jahre alt. |
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Ferdinand Brinkmann wirkte als katholischer Gefängnispfarrer in der Münchner Strafanstalt Stadelheim. Seine Aufgabe bestand darin, Gefangene seelsorglich zu betreuen und ihnen auch unter den schwierigen Bedingungen der Haft menschlichen Beistand zu geben.
Besonders bekannt wurde seine Tätigkeit durch die Betreuung von zum Tode verurteilten Gefangenen während der nationalsozialistischen Herrschaft. Brinkmann begleitete Menschen in ihren letzten Stunden und stand ihnen vor ihrer Hinrichtung zur Seite. Dadurch erhielt er Einblick in die persönlichen Schicksale vieler Gefangener, die vom NS-Regime verfolgt und zum Tode verurteilt worden waren.
Zu den von ihm betreuten Häftlingen gehörten auch Angehörige der Weißen Rose. Brinkmann begleitete unter anderem Kurt Huber während seiner Haftzeit und stand ihm vor seiner Hinrichtung seelsorglich bei. Auch Willi Graf wurde von ihm betreut.
Seine Tätigkeit war mehr als die Erteilung religiöser Beistandsleistungen. In einer Situation, in der Gefangene ihrer Freiheit und vielfach auch ihrer Hoffnung beraubt waren, konnte der Pfarrer ein Gegenüber sein, dem sie sich anvertrauen konnten. Seine Erinnerungen vermitteln deshalb einen unmittelbaren Einblick in die letzten Tage und Stunden der Gefangenen von Stadelheim.
Ferdinand Brinkmann fand seine letzte Ruhestätte auf dem Friedhof am Perlacher Forst. Sein Grab erinnert an einen Seelsorger, der Menschen in einer Zeit schwerster Verfolgung bis an die Grenze ihres Lebens begleitete.