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Münchner Personenverzeichnis

Ferdinand Brinkmann

Geboren 27. 1. 1896 [Paderborn]
Gestorben 18. 9. 1948 [München]
Beruf Gefängnispfarrer

Ferdinand Brinkmann war als katholischer Gefängnisseelsorger in der Strafanstalt München-Stadelheim tätig. Während der nationalsozialistischen Herrschaft übernahm er dort eine besonders schwierige und menschlich belastende Aufgabe. Er betreute Gefangene seelsorglich und begleitete insbesondere zum Tode verurteilte Häftlinge auf ihrem letzten Weg.

Zu den Menschen, die Brinkmann in Stadelheim betreute, gehörten auch Mitglieder der Weißen Rose. Er stand unter anderem Kurt Huber während dessen Haft bei und begleitete ihn in der Zeit vor seiner Hinrichtung. Auch Willi Graf wurde von Brinkmann seelsorglich betreut.

Brinkmann begegnete den Gefangenen mit Menschlichkeit und versuchte, ihnen trotz der bedrückenden Haftbedingungen Trost und Halt zu geben. Seine Tätigkeit führte ihn unmittelbar an die Schicksale jener Menschen heran, die vom nationalsozialistischen Regime wegen ihres politischen oder weltanschaulichen Widerstands verfolgt und zum Tode verurteilt worden waren.

Damit wurde der Gefängnisseelsorger zu einem wichtigen Zeugen der letzten Lebensabschnitte zahlreicher Häftlinge. Seine Erinnerungen und Berichte vermitteln heute einen persönlichen Einblick in die Haftbedingungen und in die Situation der zum Tode Verurteilten im Gefängnis Stadelheim.

Ferdinand Brinkmann

Grabstätte

Grabstätte
Friedhof am Perlacher Forst
* 27.1.1896 (Paderborn)
† 18.9.1948 (München)