4.2024 – „Ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass wir weiterleben werden!” Von München in das Arbeitslager Tiefenort. Briefe meines Onkels 1937–1945
Am 13. Oktober 1944 deportierte die Gestapo Kurt Neumaier und rund 150 weitere Münchner, die nach NS-Kategorien als „Halbjuden“ galten, in das Zwangsarbeitslager Tiefenort in Thüringen. Dort mussten sie unter Tage an der Rüstungsproduktion arbeiten. Neumaiers regelmäßige Briefe an seine ebenfalls verfolgte Frau Gretl dokumentieren eindringlich Lageralltag, Arbeitsbedingungen, Ängste und Hoffnungen. Ergänzt durch spätere Erinnerungen beleuchtet die Korrespondenz das Schicksal der Zwangsarbeiter und ein weitgehend vergessenes Kapitel der nationalsozialistischen Verfolgungsgeschichte Münchens.
Literatur:
3955656519