25.2.1997 – 6.4.1997 – Wehrmachtsausstellung „Vernichtungskrieg. Verbrechen der Wehrmacht 1941 bis 1944“

Die Wehrmachtsausstellung löste 1997 in München heftige Kontroversen und eine gesellschaftliche Spaltung aus. Die CSU-Fraktion boykottierte die Eröffnung und kritisierte die Schau scharf als pauschale Verunglimpfung der Soldatengeneration. Rechtsextreme Gruppierungen mobilisierten zu Protesten, während gleichzeitig breite zivilgesellschaftliche Bündnisse und Gegendemonstrationen stattfanden. Trotz massiver politischer und medialer Debatten sowie rechter Kundgebungen verzeichnete die Ausstellung ein enormes öffentliches Interesse und zog rund 90.000 Besucher an.