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Bei Franz von Kobell - xxxxxxxxxxxxxx

Wolf - Ein Jahrhundert München (Seite 256)

Luise von Kobell schöpft aus dem Schatz ihrer Erinnerungen, niedergelegt in ihrem Buche „Anter den vier ersten Königen Bayerns", die nachstehenden Eindrücke von frohen Stunden im elterlichen Lause:

Bei Kobells Bockpartie stand in jeder Ecke seines Arbeitszimmers ein frischer Tannenbaum; Maiglocken und Wiesenblumen dufteten in großen Gläsern auf den Tischen. Das Faß, dessen Inhalt alle Gäste in frohe Laune versetzen sollte, war bekränzt, und manch seltsames Sträußlein aus farbigen Lobelspänen, das Sennerinnen in lustiger Löhe dem Jägersmann verehrt hatten, steckte zwischen den Gemskrücken an den Wänden.

Ein ausgestopfter Reiher, Reh- und Lirschgeweihe verrieten überdies meinesVaters Lust am Waidwerk, und die sorgsam bezeichneten Mineralien im Glaskasten, sowie die vom Steinreich handelnden Werke auf dem Schreibtische und in dessen Fächern