Otto VII., Pfalzgraf von Bayern
Haus: Wittelsbach Linie: Bayern
* 1150 – † 18.08.1189
Herrscher
Herzog von 1180 bis 1189 Pfalzgraf von Bayern
Eltern
Kinder
Pfalzgraf Otto VII. von Bayern war eine zentrale Figur der wittelsbachischen Übergangszeit vom 12. zum 13. Jahrhundert. Als Sohn des Wegbereiters Otto V. von Scheyern und Bruder des ersten bayerischen Herzogs, Otto I., übernahm er im Jahr 1180 das Amt des Pfalzgrafen. Damit besetzte er eine der wichtigsten Machtpositionen im Herzogtum, die er bis zu seinem Tod im Jahr 1189 innehatte.
Durch seine Ehe mit Benedicta von Donauwörth festigte er die regionale Verankerung der Familie und knüpfte ein weitreichendes dynastisches Netzwerk. Sein diplomatischer Einfluss zeigte sich besonders in der Verheiratung seiner Töchter: Während Agnes in das norddeutsche Grafengeschlecht der Eversteiner einheiratete, sicherte Heilika durch ihre Ehe mit dem Přemysliden Konrad II. Otto eine prestigeträchtige Verbindung nach Böhmen und Mähren.
Überschattet wird seine historische Wahrnehmung jedoch durch das Handeln seines Sohnes, Otto VIII. von Wittelsbach. Mit dessen spektakulärem Mord an König Philipp von Schwaben im Jahr 1208 fand die pfalzgräfliche Seitenlinie der Wittelsbacher ein jähes und gewaltsames Ende im Mannesstamm. In der Geschichtsschreibung bleibt Otto VII. somit als das letzte Oberhaupt einer Linie in Erinnerung, die am Vorabend einer Katastrophe stand, welche die Stammburg der Familie vernichten und die Dynastie an den Rand des Abgrunds führen sollte.
Durch seine Ehe mit Benedicta von Donauwörth festigte er die regionale Verankerung der Familie und knüpfte ein weitreichendes dynastisches Netzwerk. Sein diplomatischer Einfluss zeigte sich besonders in der Verheiratung seiner Töchter: Während Agnes in das norddeutsche Grafengeschlecht der Eversteiner einheiratete, sicherte Heilika durch ihre Ehe mit dem Přemysliden Konrad II. Otto eine prestigeträchtige Verbindung nach Böhmen und Mähren.
Überschattet wird seine historische Wahrnehmung jedoch durch das Handeln seines Sohnes, Otto VIII. von Wittelsbach. Mit dessen spektakulärem Mord an König Philipp von Schwaben im Jahr 1208 fand die pfalzgräfliche Seitenlinie der Wittelsbacher ein jähes und gewaltsames Ende im Mannesstamm. In der Geschichtsschreibung bleibt Otto VII. somit als das letzte Oberhaupt einer Linie in Erinnerung, die am Vorabend einer Katastrophe stand, welche die Stammburg der Familie vernichten und die Dynastie an den Rand des Abgrunds führen sollte.