Otto V. von Scheyern, Pfalzgraf von Bayern
Haus: Wittelsbach
* 1083 – † 04.08.1156 (Burg Burglengenfeld)
Eltern
Keine Eltern erfasst
Kinder
Kinder mit Heilika von Lengenfeld
Otto V. von Scheyern – in der Zählung oft auch als Otto IV. von Wittelsbach geführt – fungierte als der entscheidende Architekt des wittelsbachischen Aufstiegs im 12. Jahrhundert. Seine historische Leistung bestand vor allem darin, die Familie aus der regionalen Enge Oberbayerns in das Zentrum der Reichspolitik zu führen. Durch die Verlegung des Familiensitzes von Scheyern auf die Burg Wittelsbach gab er der Dynastie nicht nur einen neuen Namen, sondern auch ein neues Selbstverständnis als loyale Stütze der staufischen Kaiser.
Als Pfalzgraf von Bayern bekleidete er ein Amt von hoher juristischer Bedeutung, das ihn zum direkten Stellvertreter des Königs im Herzogtum machte. Diese Position nutzte er geschickt, um die Unabhängigkeit seines Hauses gegenüber den damals noch dominierenden Welfen zu wahren. Seine tiefe Loyalität gegenüber Konrad III. und später Friedrich Barbarossa, die er auf zahlreichen Italienzügen und dem Zweiten Kreuzzug unter Beweis stellte, schuf die Vertrauensbasis, die für die spätere Standeserhöhung der Wittelsbacher unerlässlich war.
Sein Wirken war geprägt von einer weitsichtigen Konsolidierung der Familiengüter und einer klugen Bündnispolitik durch die Ehe mit Heilika von Lengenfeld, die dem Haus Wittelsbach wichtige Besitzungen in der Oberpfalz einbrachte. In der Historiographie wird Otto V. als der besonnene Machtorganisator gewürdigt, dessen diplomatisches und militärisches Engagement den Weg für die Belehnung seines Sohnes mit dem bayerischen Herzogtum im Jahr 1180 ebnete. Er verwandelte eine regional bedeutende gräfliche Sippe in eine reichsunmittelbare Größe und legte damit das Fundament für die über sieben Jahrhunderte währende Herrschaft seiner Nachkommen.
Als Pfalzgraf von Bayern bekleidete er ein Amt von hoher juristischer Bedeutung, das ihn zum direkten Stellvertreter des Königs im Herzogtum machte. Diese Position nutzte er geschickt, um die Unabhängigkeit seines Hauses gegenüber den damals noch dominierenden Welfen zu wahren. Seine tiefe Loyalität gegenüber Konrad III. und später Friedrich Barbarossa, die er auf zahlreichen Italienzügen und dem Zweiten Kreuzzug unter Beweis stellte, schuf die Vertrauensbasis, die für die spätere Standeserhöhung der Wittelsbacher unerlässlich war.
Sein Wirken war geprägt von einer weitsichtigen Konsolidierung der Familiengüter und einer klugen Bündnispolitik durch die Ehe mit Heilika von Lengenfeld, die dem Haus Wittelsbach wichtige Besitzungen in der Oberpfalz einbrachte. In der Historiographie wird Otto V. als der besonnene Machtorganisator gewürdigt, dessen diplomatisches und militärisches Engagement den Weg für die Belehnung seines Sohnes mit dem bayerischen Herzogtum im Jahr 1180 ebnete. Er verwandelte eine regional bedeutende gräfliche Sippe in eine reichsunmittelbare Größe und legte damit das Fundament für die über sieben Jahrhunderte währende Herrschaft seiner Nachkommen.