Otto I., Herzog von Bayern
* 1117 (Kelheim) – † 11.07.1183 (Burg Pullendorf) Scheyern /Kloster Scheyern
1156 als Otto VI. Pfalzgraf von Bayern
1180-1183 Herzog von Bayern
Kinder
Die Zäsur in Ottos Leben und für das Herzogtum Bayern trat ein, als Heinrich der Löwe aus dem Herzogtum Bayern entlassen wurde. Auf Bitten des Kaisers und mit dessen Unterstützung erhielt Otto die Belehnung mit dem Herzogtum, womit die Wittelsbacher erstmals die oberste Landesgewalt in Bayern innehatten. Mit dieser Belehnung setzte er den Grundstein für eine jahrhundertelange dynastische Tradition: Von diesem Zeitpunkt an prägten die Wittelsbacher über Generationen hinweg die politische und gesellschaftliche Entwicklung Bayerns. 
Otto war auch Familienmensch und stand mit seiner Ehefrau Agnes von Loon, mit der er zahlreiche Kinder hatte, im Zentrum eines weitverzweigten Netzwerks von Verbindungen zu anderen bedeutenden Adelsfamilien. Einer seiner Söhne folgte ihm später im Amt als Herzog nach und trug den Einfluss des Hauses weiter. Die Bedeutung Ottos für das Haus Wittelsbach wurde in späteren Jahrhunderten vielfach als Schlüsselpunkt gesehen, an dem die Grundlagen für die stabile Herrschaft der Familie in Bayern gelegt wurden. 
Otto I. Regiert vom 16. Septbr. 1180 bis zum 11. Juli 1183.
Beinamen: Major Senior Magnus; Pater patriae; Rufus, d. h. der Grössere Aeltere der Grosse; Vater des Vaterlandes; der Rothkopf2); dann der Starke u. s. w.;
geboren in Kelheim (?) um 1117;
Pfalzgraf von Bayern am 4. Aug. 1156:
Herzog seit dem 16. Septb. 1180;
gestorben zu Pfullendorf im badischen Seekreis am 11. Juli 1183;
begraben in der alten Familiengruft des Benediktiner - Klosters Scheyern (Gedenkstein über dem Gruftgewölbe daselbst.) s)