Anna von der Pfalz, Königin von Böhmen
* 26.09.1329 – † 02.02.1353 (Prag) Prag /St. Veitsdom
Kinder
In ihrer Rolle als Königin von Böhmen und römisch-deutsche Königin repräsentierte sie die dynastische Verbindung zwischen der Pfalz und dem Kaiserreich. Die Krönung zur Königin von Böhmen erfolgte kurz nach der Hochzeit im Prager Veitsdom, gefolgt von der Krönung zur römisch-deutschen Königin in Aachen. Trotz ihrer kurzen Lebensspanne blieb sie als Bindeglied zwischen den rheinpfälzischen Interessen und der kaiserlichen Zentralgewalt in der Historiographie präsent. Ihr Grabmal befindet sich im Veitsdom zu Prag, was ihre bleibende Zugehörigkeit zur luxemburgischen Grablege unterstreicht. Da zeitgenössische Quellen nur wenige Details über ihr persönliches Wirken überliefern, konzentriert sich die historische Einordnung vornehmlich auf die strategische Bedeutung ihrer Heirat für die territoriale Konsolidierung des spätmittelalterlichen Reiches.
Anna, geb. am 26. Sept. 1329, verl. u. verm. am gl. Tage am 4. März 1349 zu Bacharach mit dem röm. König Karl IV als dessen zweite Gemahlin. Derselbe war geb. in Prag am 14. Mai 1316, starb allda am 29. Nov. 1378 und liegt im Dome bei St. Veit begr. (Sarginschrift. *2) — Prachtvolles Mausoleum von Alex. Colin aus Mecheln für die daselbst begr. fürstlichen Personen.) Anna hatte ihrem Gemahl nur 1 Sohn geb., starb in Prag am 2. Febr. 1353 und ruht bei St. Veit neben ihrem Gemahle 3).