Karl IV., König des HRR
Haus: Wittelsbach
* 14.05.1316 (Prag) – † 29.11.1378 (Prag) Prag /St. Veitsdom
Eltern
Keine Eltern erfasst
Kinder
Kinder mit Anna von der Pfalz
Karl IV. markiert als einer der bedeutendsten Herrscher des Spätmittelalters den Übergang von einer durch militärische Präsenz geprägten Reichspolitik hin zu einer administrativen und diplomatischen Staatsführung. Als Sohn des Luxemburgers Johann von Böhmen und der Elisabeth aus dem Haus der Přemysliden vereinte er die Ansprüche zweier bedeutender Dynastien und machte Prag zum kulturellen und politischen Zentrum des Heiligen Römischen Reiches.
Seine historische Leistung kulminierte in der Verbriefung der Goldenen Bulle, die als eines der wichtigsten Verfassungsdokumente des Reiches die Modalitäten der Königswahl rechtlich fixierte und die Rolle der Kurfürsten stärkte. Karl IV. verfolgte eine konsequente Politik der territorialen Konsolidierung, wobei er bevorzugt auf geschickte Heiratspolitik und finanzielle Transaktionen setzte, statt auf kriegerische Expansion. Durch seine Verbindungen, unter anderem mit dem Haus Wittelsbach durch die Ehe mit Anna von der Pfalz, befriedete er langjährige Rivalitäten und sicherte sich weitreichende Gebietszuwächse wie die Oberpfalz und Brandenburg.
Unter seiner Ägide erlebte das Königreich Böhmen eine beispiellose Blütezeit. Er gründete die erste Universität Mitteleuropas in Prag, förderte den Bau des Veitsdoms und der Karlsbrücke und schuf mit der Burg Karlstein einen repräsentativen Ort für die Reichsinsignien. Sein Regierungsstil war von einem tiefen christlichen Sendungsbewusstsein und einer hohen intellektuellen Bildung geprägt, was sich auch in seiner Autobiografie – einer Seltenheit für mittelalterliche Monarchen – widerspiegelt. In der Historiographie wird er als „Vater des Vaterlandes“ für Böhmen und als visionärer Realpolitiker für das Reich gewürdigt, der die Grundlagen für eine stabile Ordnung im spätmittelalterlichen Europa legte.
Seine historische Leistung kulminierte in der Verbriefung der Goldenen Bulle, die als eines der wichtigsten Verfassungsdokumente des Reiches die Modalitäten der Königswahl rechtlich fixierte und die Rolle der Kurfürsten stärkte. Karl IV. verfolgte eine konsequente Politik der territorialen Konsolidierung, wobei er bevorzugt auf geschickte Heiratspolitik und finanzielle Transaktionen setzte, statt auf kriegerische Expansion. Durch seine Verbindungen, unter anderem mit dem Haus Wittelsbach durch die Ehe mit Anna von der Pfalz, befriedete er langjährige Rivalitäten und sicherte sich weitreichende Gebietszuwächse wie die Oberpfalz und Brandenburg.
Unter seiner Ägide erlebte das Königreich Böhmen eine beispiellose Blütezeit. Er gründete die erste Universität Mitteleuropas in Prag, förderte den Bau des Veitsdoms und der Karlsbrücke und schuf mit der Burg Karlstein einen repräsentativen Ort für die Reichsinsignien. Sein Regierungsstil war von einem tiefen christlichen Sendungsbewusstsein und einer hohen intellektuellen Bildung geprägt, was sich auch in seiner Autobiografie – einer Seltenheit für mittelalterliche Monarchen – widerspiegelt. In der Historiographie wird er als „Vater des Vaterlandes“ für Böhmen und als visionärer Realpolitiker für das Reich gewürdigt, der die Grundlagen für eine stabile Ordnung im spätmittelalterlichen Europa legte.