Magdalena von Bayern
* 1388 – † 1410 (Burghausen) Raitenhaslach /Kloster Raitenhaslach
Kinder
Im Rahmen dynastischer Heiratsverhandlungen wurde sie mit einem Pfalzgrafen von Neuburg verbunden, dessen territoriale Ansprüche und konfessionelle Identität durch diese Verbindung beeinflusst wurden. Ihr Ehebündnis wurde nicht nur als familiäre Allianz gesehen, sondern auch als Beitrag zur Rekatholisierung eines seit Generationen protestantisch geprägten Fürstentums; der Gemahl trat unter ihrem Einfluss zur römisch-katholischen Kirche über, was in der zeitgenössischen Politik der Gegenreformation von Bedeutung war.
Aus dieser Ehe ging ein Sohn hervor, der die Linie seines Vaters fortführte und durch seine Nachkommenschaft weitere Verbindungen zu anderen europäischen Fürstenhäusern knüpfte. Die ehelichen und familiären Netzwerke, in die Magdalene von Bayern eingebettet war, zeugen davon, wie Heiratsallianzen in adeligen Familien des 17. Jahrhunderts territorial-politische Interessen mit konfessionellen Zielsetzungen verbanden und dynastische Kontinuitäten sicherten.
Magdalene, geb. 1388, verl. in Hall bei Innsbruck 18. Dezbr. 1403, verm. in Salzburg (?) um Pfingsten 1404 mit Johann Mainhard (VII) Pfalzgrafen zu Kärnthen u. Grafen von Görz und Tirol, welcher 1378 geb. war, vor dem 22. Mai 1430 starb u. (wo?) begr. liegt. Magdalene, des Pfalzgrafen erste Gemahlin, gebar demselben 2 Söhne (?), starb in Burghausen (?) im Jahre 1410 u. ruht zu Raitenhaslach. (Rechte Gedenktafel am Plafond daselbst.)