Margarete von Österreich, Herzogin von Bayern-Landshut
* 23.06.1395 (Wien) – † 24.12.1447 (Burghausen) Raitenhaslach /Kloster Raitenhaslach
Kinder
Innerhalb ihrer Ehe nahm sie – anders als manche gleichzeitige Fürstinnen – überwiegend eine zurückgezogene Rolle wahr; Quellen erwähnen, dass sie sich oft auf ihrer Residenzburg aufhielt, was zu Deutungen über das Verhältnis am Landshuter Hof und über die herrschaftlichen Erwartungen der Zeit geführt hat.
Aus dieser Verbindung gingen mehrere Kinder hervor, von denen mehrere das Erwachsenenalter erreichten und in weitere dynastische Beziehungen eingebunden wurden. Darunter war ein Sohn, der die Regentenrolle in Bayern-Landshut fortführte, und Töchter, die durch ihre eigenen Heiraten weitere Verknüpfungen zu anderen Fürstengeschlechtern etablierten. Diese Nachkommen trugen zur Fortsetzung und Vernetzung der wittelsbachisch-habsburgischen Linien in der Politik des 15. Jahrhunderts bei.
Margaretes Lebensweg im Kontext hochadeliger Ehe- und Familienpolitik des Spätmittelalters zeigt, wie eheliche Allianzen neben territorialen Herrschaftsansprüchen auch familiäre Kontinuität und überregionale politische Verknüpfungen förderten, und wie diese Netzwerke zur strukturellen Stabilisierung dynastischer Herrschaft im Reich beitrugen.
Margarethe, Tochter Herzogs Albrecht IV (Mirabilia mundi etc.) von Oesterreich, geb. im Jahre 1396, verl. in Wien 14. März 1405, verm. in Landshut 25. Nov. 1412, gest. in Burghausen 24. Dezbr. 1447, begr. in Raitenhaslach vor dem hl. Kreuz-Altar. (Rechte Gedenktafel am Plafond u. ehemal. schönes Marmor-Monument daselbst.)