Henriette Schöller
* 27.12.1815 (München) – † 20.04.1866 (Tegernsee) Starnberg-Söcking /Mausoleum
Eltern
Keine Eltern erfasst
Kinder
Keine Kinder erfasst
Henriette Schöller verkörpert eine außergewöhnliche Biografie im Umfeld des bayerischen Hochadels des 19. Jahrhunderts. Ursprünglich bürgerlicher Herkunft, trat sie als Schauspielerin in das Licht der Öffentlichkeit, bevor ihr Leben durch die Verbindung mit Prinz Adalbert von Bayern, dem jüngsten Sohn König Ludwigs I., eine grundlegende Wendung erfuhr.
Da die Verbindung nicht den strengen Ebenbürtigkeitsregeln des Hauses Wittelsbach entsprach, wurde die Ehe morganatisch geschlossen. Infolgedessen blieb Henriette und ihren Nachkommen der Titel einer Prinzessin von Bayern verwehrt. Um ihre gesellschaftliche Stellung zu sichern und sie formell in den Adelsstand zu heben, wurde sie zur Frau von Freydorf erhoben. Später erhielt sie den erblichen Titel einer Freifrau von Adalbert, was ihre Integration in die aristokratischen Kreise, wenn auch außerhalb der direkten Thronfolge, festigte.
Aus der Ehe gingen zwei Kinder hervor, Ludwig und Elvira, die den Namen ihrer Mutter führten und die freiherrliche Linie begründeten. Das Familienleben konzentrierte sich vor allem auf das Palais in München und die Sommerresidenzen der Wittelsbacher, wobei Henriette stets darauf bedacht war, trotz ihrer Sonderstellung die familiäre Harmonie und die Erziehung ihrer Kinder nach standesgemäßen Idealen zu fördern.
Ihr Lebensweg zeugt von der zunehmenden Durchlässigkeit gesellschaftlicher Schichten im 19. Jahrhundert, stieß jedoch gleichzeitig an die Grenzen des dynastischen Protokolls. Henriette Schöller blieb bis zu ihrem Tod eine geschätzte Persönlichkeit im privaten Umfeld der königlichen Familie. Sie wurde in der Familiengruft der Michaelskirche in München beigesetzt, womit sie auch im Tod einen Platz an der Seite ihres Gemahls im Herzen der bayerischen Landeshauptstadt fand.
Da die Verbindung nicht den strengen Ebenbürtigkeitsregeln des Hauses Wittelsbach entsprach, wurde die Ehe morganatisch geschlossen. Infolgedessen blieb Henriette und ihren Nachkommen der Titel einer Prinzessin von Bayern verwehrt. Um ihre gesellschaftliche Stellung zu sichern und sie formell in den Adelsstand zu heben, wurde sie zur Frau von Freydorf erhoben. Später erhielt sie den erblichen Titel einer Freifrau von Adalbert, was ihre Integration in die aristokratischen Kreise, wenn auch außerhalb der direkten Thronfolge, festigte.
Aus der Ehe gingen zwei Kinder hervor, Ludwig und Elvira, die den Namen ihrer Mutter führten und die freiherrliche Linie begründeten. Das Familienleben konzentrierte sich vor allem auf das Palais in München und die Sommerresidenzen der Wittelsbacher, wobei Henriette stets darauf bedacht war, trotz ihrer Sonderstellung die familiäre Harmonie und die Erziehung ihrer Kinder nach standesgemäßen Idealen zu fördern.
Ihr Lebensweg zeugt von der zunehmenden Durchlässigkeit gesellschaftlicher Schichten im 19. Jahrhundert, stieß jedoch gleichzeitig an die Grenzen des dynastischen Protokolls. Henriette Schöller blieb bis zu ihrem Tod eine geschätzte Persönlichkeit im privaten Umfeld der königlichen Familie. Sie wurde in der Familiengruft der Michaelskirche in München beigesetzt, womit sie auch im Tod einen Platz an der Seite ihres Gemahls im Herzen der bayerischen Landeshauptstadt fand.