Friedrich Wilhelm II. Herzog

Friedrich Wilhelm II., Herzog

Haus: Wettiner Linie: Sachsen-Altenburg

* 12.02.1603 (Weimar) – † 22.04.1669 (Altenburg)

Friedrich Wilhelm II.

Kinder

Keine Kinder erfasst
Herzog Friedrich Wilhelm II. von Sachsen-Altenburg, auch bekannt als „Posthumus“, verkörperte die Fortführung der älteren Linie Sachsen-Altenburg innerhalb der ernestinischen Gesamtfamilie. Als nachgeborener Sohn des Herzogs Friedrich Wilhelm I. und der Anna Maria von Pfalz-Neuburg übernahm er die Herrschaft in einer Phase, die durch die weitreichenden politischen und konfessionellen Umbrüche des 17. Jahrhunderts geprägt war.

Seine Regentschaft war eng mit den Bemühungen um eine territoriale Konsolidierung des Herzogtums nach dem Ende des Dreißigjährigen Krieges verknüpft. Friedrich Wilhelm II. agierte hierbei als diplomatischer Akteur, der die Interessen seines Hauses gegenüber den erstarkenden sächsischen und kaiserlichen Mächten vertrat. Durch seine erste Ehe mit Sophie Elisabeth von Brandenburg und die spätere Verbindung mit Magdalena Sibylla von Sachsen festigte er das dynastische Geflecht zwischen den Häusern Wettin und Hohenzollern.

Besondere Bedeutung erlangte er durch seine Mitgliedschaft in der „Fruchtbringenden Gesellschaft“, in der er unter dem Namen „Der Beste“ geführt wurde. Dies unterstreicht sein Selbstverständnis als bildungsnaher Fürst, der sich für die Etablierung einer deutschen Hochsprache und die kulturelle Erneuerung nach den Kriegswirren einsetzte. In der bayerischen und pfälzischen Landesgeschichte ist er zudem über seine Mutter als Enkel des Herzogs Philipp Ludwig von Pfalz-Neuburg verankert, was die weitreichende Vernetzung zwischen den ernestinischen Gebieten und den wittelsbachischen Territorien verdeutlicht. Sein Ableben markierte den Übergang der Herrschaft auf seinen Sohn Friedrich Wilhelm III., dessen früher Tod schließlich zum Erlöschen der älteren Linie Altenburg führte.