Beatrix, Herzogin von Bayern
* 1403 – † 12.03.1447 (Neumarkt in der Oberpfalz) /Kloster Gnadenberg
Kinder
In der Münchner Stadtgeschichte wird Beatrix oft im Schatten dieser dramatischen Ereignisse genannt, doch ihre eigene Rolle war politisch hochkarätig. Durch ihre Vermählung mit Graf Hermann III. von Cilli und in zweiter Ehe mit Pfalzgraf Johann von Pfalz-Neumarkt fungierte sie als diplomatische Brücke zwischen den bayerischen Teilherzogtümern und den angrenzenden Mächten. Besonders ihre Zeit in Neumarkt in der Oberpfalz war bedeutend, da sie dort an der Seite eines Mannes lebte, der als Verteidiger gegen die Hussiten weithin bekannt war.
Ihr Leben spiegelt die Zerrissenheit des damaligen Bayerns wider, in dem familiäre Loyalitäten oft mit machtpolitischen Interessen kollidierten. Trotz der Spannungen innerhalb ihrer Familie galt Beatrix als eine Frau, die durch ihre vornehmen Verbindungen das Ansehen des Münchner Hofes in der Ferne wahrte. Sie verstarb in Neumarkt, wo sie auch ihre letzte Ruhe fand. Ihr Erbe ist Teil jener komplexen Erbteilungen und Wiedervereinigungen, die das Gesicht des heutigen Bayerns über Jahrhunderte geformt haben.
Beatrix, Tochter Herzogs Ernst von Bayern-München, geb. um 1403 (?) u. seit 1426 Wittwe des Grafen Hermann III von Cilley etc. (über beide ist oben 8. 24 Nr. 2 zu vergleichen), als welche sie sich 7. Septbr. 1428 vermählte, 12. März 1447 in Neumarkt starb und im Kloster Gnadenberg (vor dem Sakramenten-Häus’chen) begr. liegt. (Kein Denkmal mehr.)