Johann Heinrich
Haus: Luxemburg
* 12.02.1322 (Prag) – † 12.11.1375 (Brünn)
Herrscher
1335-1341 Graf von Tirol
1349-1375 Markgraf von Mähren
1349-1375 Markgraf von Mähren
Eltern
Keine Eltern erfasst
Kinder
Keine Kinder erfasst
Johann Heinrich von Luxemburg, Markgraf von Mähren, war eine Schlüsselfigur in der dynastischen Architektur des 14. Jahrhunderts und ein bedeutender Vertreter des Hauses Luxemburg. Als jüngerer Sohn des Königs Johann von Böhmen und Bruder Kaiser Karls IV. war seine Biografie untrennbar mit der Expansions- und Konsolidierungspolitik seiner Familie im Heiligen Römischen Reich verknüpft.
Seine historische Bekanntheit gründet sich maßgeblich auf die krisenbehaftete Ehe mit Margarete von Tirol, genannt „Maultasch“. Diese Verbindung sollte den Luxemburgern den Zugriff auf die strategisch wichtigen Alpenübergänge sichern. Das Scheitern dieser Ehe und die nachfolgende Vertreibung Johann Heinrichs aus Tirol lösten eine schwere diplomatische Krise und langjährige juristische Auseinandersetzungen mit dem Papsttum und den Habsburgern aus. Nach der Annullierung der Verbindung und seiner Wiederverheiratung mit Margarethe von Troppau stabilisierte er seine Stellung als Markgraf von Mähren.
Unter seiner Herrschaft erlebte Mähren eine Phase der wirtschaftlichen und kulturellen Blüte. Er förderte den Ausbau der Residenzstadt Brünn und festigte die landesherrliche Verwaltung, stets in enger Abstimmung mit der kaiserlichen Politik seines Bruders. In der Historiographie wird Johann Heinrich als loyaler Stütze des luxemburgischen Hauses wahrgenommen, der trotz der frühen Rückschläge in Tirol maßgeblich zur inneren Festigung der böhmischen Krone beitrug. Seine Nachkommen, darunter der spätere König Jobst von Mähren, spielten in der Reichspolitik des ausgehenden Mittelalters eine zentrale Rolle. Sein Wirken verdeutlicht die enge Verflechtung von individueller Lebensführung und großpolitischer Interessenwahrung im spätmittelalterlichen Herrschaftsgefüge.
Seine historische Bekanntheit gründet sich maßgeblich auf die krisenbehaftete Ehe mit Margarete von Tirol, genannt „Maultasch“. Diese Verbindung sollte den Luxemburgern den Zugriff auf die strategisch wichtigen Alpenübergänge sichern. Das Scheitern dieser Ehe und die nachfolgende Vertreibung Johann Heinrichs aus Tirol lösten eine schwere diplomatische Krise und langjährige juristische Auseinandersetzungen mit dem Papsttum und den Habsburgern aus. Nach der Annullierung der Verbindung und seiner Wiederverheiratung mit Margarethe von Troppau stabilisierte er seine Stellung als Markgraf von Mähren.
Unter seiner Herrschaft erlebte Mähren eine Phase der wirtschaftlichen und kulturellen Blüte. Er förderte den Ausbau der Residenzstadt Brünn und festigte die landesherrliche Verwaltung, stets in enger Abstimmung mit der kaiserlichen Politik seines Bruders. In der Historiographie wird Johann Heinrich als loyaler Stütze des luxemburgischen Hauses wahrgenommen, der trotz der frühen Rückschläge in Tirol maßgeblich zur inneren Festigung der böhmischen Krone beitrug. Seine Nachkommen, darunter der spätere König Jobst von Mähren, spielten in der Reichspolitik des ausgehenden Mittelalters eine zentrale Rolle. Sein Wirken verdeutlicht die enge Verflechtung von individueller Lebensführung und großpolitischer Interessenwahrung im spätmittelalterlichen Herrschaftsgefüge.